Netflix:

Netflix hat das Unterhaltungsgeschäft revolutioniert, indem es mit Serien wie "House of Cards" das Fernsehen ins Internet brachte. Netflix entwickelte sich von einem Online-DVD-Verleih zum Marktführer im Streaming-Bereich. Doch die Konkurrenz wächst. Netflix verliert in letzter Zeit Kunden, während Disney und seine Konkurrenten stark zugelegt haben. Der Marktführer im Streaming-Bereich steht zu seinem 25-jährigen Jubiläum am 29. August unter einem noch nie dagewesenen Druck. Netflix hat sich darauf konzentriert, neue Strategien zu entwickeln und sich von seinen Traditionen zu lösen. Dies könnte für viele Kunden negative Folgen haben.

Netflix wird im nächsten Jahr damit beginnen, strenger gegen diejenigen vorzugehen, die Login-Informationen mit anderen Kunden teilen. Netflix geht davon aus, dass mehr als 100.000.000 Haushalte den Streaming-Dienst unbefugt nutzen, zusätzlich zu seinen fast 221 Millionen Abonnenten. Netflix verfolgt einen entspannteren Ansatz beim Streaming. Können Trittbrettfahrer zu zahlenden Kunden werden? "Netflix muss vorsichtig vorgehen, um die Nutzer nicht zu vergraulen", sagt Experte Simon Baker vom Geldhaus Société Générale. Umfragen in den Vereinigten Staaten zeigten ein hohes Maß an Abwanderung.

Über eine Million Kunden verloren

Netflix hat im ersten Halbjahr 2022 über eine Million Abonnenten verloren, obwohl der Streaming-Boom zu Beginn der Pandemie für einen Zustrom von Kunden gesorgt hatte. Viele Nutzer stiegen aus, vor allem auf dem überfüllten nordamerikanischen Heimatmarkt. Es gibt so viele konkurrierende Angebote. Netflix, einst jahrelang ein Börsenliebling, hat Probleme an der Wall Street. Die Aktie des Unternehmens ist im vergangenen Jahr um fast 60 Prozent gefallen und damit deutlich stärker als der Markt. Die Konkurrenz wächst in einem alarmierenden Tempo.

Der Rivale Disney+ wurde 2013 als Netflix-Jäger gestartet. Er hat in den letzten drei Monaten 14,4 Millionen Abonnenten hinzugewonnen, nicht zuletzt wegen "Star Wars", und zählt derzeit 152 Millionen Nutzer. Disneys Streamingdienst Hulu und ESPN+ sind ebenfalls enthalten. Damit liegt der Hollywood-Gigant nun mehr als ein Jahr vor Netflix. In den letzten Jahren hat Disney auch mit Sonderangeboten und Rabatten kräftig nachgeholfen. Die Zahlen sind nur bedingt vergleichbar, da Disney viele Kunden mit Kombi-Angeboten anlockt. Es bleibt abzuwarten, ob sich das starke Wachstum der Mickey Mouse Group fortsetzen wird. Netflix ist noch schwach.

Netflix startet Werbung im Jahr 2023

Reed Hastings, der Gründer von Netflix, hat sogar eines seiner umstrittensten Tabus fallen gelassen, um die Dinge wieder auf Kurs zu bringen. Netflix wird eine kostengünstigere Version seiner Streaming-Plattform mit Werbeclips auf den Markt bringen, um das geringe Nutzerwachstum zu kompensieren. Dies war eigentlich etwas, was Hastings immer strikt abgelehnt hat. Die Werbeversion wird 2023 in "einigen wenigen Märkten" eingeführt. Wird sie die gewünschte Dynamik erzeugen können? Eine Barclays-Studie besagt, dass das Abonnentenwachstum zunächst durch die günstigere Version mit Werbung angekurbelt wird. Sie warnt davor, dass bestehende Kunden möglicherweise zum neueren Angebot wechseln könnten.

Netflix hat bereits sein Bedauern über eine andere Marke zum Ausdruck gebracht. Netflix hat zum Beispiel aufgehört, alle Staffeln der neuesten Staffel von "Stranger Things" und "Ozark" auf einmal zu veröffentlichen, anders als es üblich ist. Netflix hat aufgehört, die Inhalte für das Binge-Watching neuer Serien auf seine traditionelle Art und Weise bereitzustellen. Diese Reform wurde durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Kunden nicht in der Lage sind, ihre Abonnements zu kündigen oder alle Serien in einer Sitzung zu sehen. Netflix bricht mit der langjährigen Tradition der Veröffentlichung einer Folge pro Woche im traditionellen Fernsehen.

Das Unternehmen ist sehr versiert in der Anpassung von Geschäftsmodellen und hat damit großen Erfolg gehabt. Netflix begann als DVD-Verleihunternehmen. Die Legende besagt, dass das erste Leihvideo der Grundstein für Netflix war. Hastings, der Gründer, verlor eine Kassette mit dem Film "Apollo 13". Die Videothek musste daraufhin 40 Dollar an Gebühren zahlen. Hastings erzählte diese Geschichte später. Hastings entdeckte die Gelegenheit, als er auf dem Weg zum Fitnessstudio war. Für nur 40 Dollar im Monat kann man so oft trainieren, wie man will. Die Idee des Netflix-Abonnementmodells war geboren: Gegen eine monatliche Gebühr kann man sich jeden Monat so viele DVDs per Post schicken lassen, wie man möchte.

Doch anders als Blockbuster (ein Videothekenriese), der sich im Jahr 2000 weigerte, Netflix für den damals sagenhaft hohen Preis von 50.000.000 Dollar zu übernehmen, erkannte Hastings die Zeichen. Netflix bietet seit 2007 Streamingdienste an, und DVDs sind nicht mehr Teil des Geschäfts. Blockbuster musste 2010 Konkurs anmelden und Netflix wurde zum Pionier der Online-TV-Dienste. Nicht nur Disney, sondern alle großen US-Medienunternehmen wie Comcast, Paramount und Warner Bros. Discovery haben sich voll und ganz dem Streaming verschrieben. Google, Amazon und Apple rüsten alle ihre Dienste auf. Netflix hat es da schon schwerer.

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