RTL:

RTL war ein Begriff, der bedeutete, den Hoden eines Kängurus im Dschungel zu essen. Dieter Bohlen, ein Musiker-Casting-Richter mit seiner persönlichen Sprüchesammlung, durfte eine politische Aussage über das Land machen. In der Realität sind einige Kandidaten dafür bekannt, zu schreien, zu pöbeln und zu spucken. Unterhaltung hat viele Gesichter. RTL ist dabei, sein Gesicht zu verändern. Dieser Wandel ist nicht nur tief im Unternehmen verankert, sondern sagt auch viel über den deutschen Fernsehmarkt aus.

Bei Ebay wird es bald Kugelschreiber und andere Produkte mit dem rot-gelb-blauen RTL-Logo geben. Das Logo wurde überarbeitet, es ist jetzt lebendiger und hat neue Farben. Am Mittwoch wurde eine Kampagne gestartet, um die Markenidentität von RTL zu fördern. Das Bild, das wir im Fernsehen sahen, wurde fast dreißig Jahre lang von dem ursprünglichen Logo dominiert. Es wurde nun leicht verändert.

Einheitliche Markenidentität

Am auffälligsten ist das Logo, aber RTL hat viele Änderungen an der RTL-Familie vorgenommen. RTL+ wird TVnow als Streaming-Plattform ablösen, teilte RTL Deutschland in Köln mit. Die Bezahlsender sowie der RTLplus-Spartensender RTLup werden mit mehrfarbigen Logos versehen. Mit dem Internetauftritt "rtl.com" will das Unternehmen eine führende Rolle in der Unterhaltungsbranche einnehmen.

Nach Angaben des Senders wird "RTL" die prominenteste Unterhaltungsmarke im deutschsprachigen Medienangebot sein - eine Organisation, die positive Unterhaltung und unabhängigen Journalismus fördert.

Alle Sender bieten Unterhaltung

RTL-Deutschland-Co-Geschäftsführer Stephan Schäfer sagt: "RTL wächst, unser Programmschwerpunkt ändert sich, wir bieten Unterhaltung auf allen Kanälen. Wir wollen, dass sich unsere Zuschauer auf den Kanälen besser zurechtfinden. RTL war im August Spitzenreiter im Fernsehmarkt bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern. Das ist eine besonders wichtige Zielgruppe für die Werbung. Auf RTL entfielen 9,2 Prozent des gesamten Zuschauermarktes. Auf Platz zwei folgt ProSieben mit 8,2 Prozent.

Das Fernsehen ist auch heute noch ein wichtiges Medium. Das Fernsehgerät ist seit Jahrzehnten das Herzstück des Wohnraums. Die TV-Serien waren ein fester Bestandteil unserer Kindheit. Wir können uns noch viele Jahre später an TV-Dialoge aus unserer Kindheit erinnern. Viele Menschen erinnern sich auch an die frühere Wärme des Fernsehers am Lagerfeuer, die mit Nachbarn, Familie und Freunden geteilt wurde. Das ist die Welt von "Wetten, dass...?" ", "Glücksrad" und "Hans Meiser". Man kann die ganze Welt in eine Fernbedienung packen.

Schneller Wechsel

Der Streaming-Markt, der es Ihnen ermöglicht, überall und jederzeit auf Videoinhalte zuzugreifen, ohne sich auf eine kontinuierliche Fernsehsendung einstellen zu müssen, hat all das verändert. Der Streaming-Markt verschiebt fast alles. Er generiert Milliarden von Dollar an Werbeeinnahmen und lockt neue Abonnenten an. Plattentektonik im Zeitraffer.

Die in Luxemburg ansässige RTL Group ist börsennotiert. Sie hat zahlreiche Fernseh- und Radiosender sowie Streaming-Dienste in mehreren Ländern entwickelt. Ihr Umsatz erreichte im Jahr 2020 sechs Milliarden Euro. Der Gütersloher Bertelsmann-Konzern, der eine Mehrheitsbeteiligung an der RTL Group hält, verfolgt seit geraumer Zeit die Strategie, in den europäischen Ländern nationale Schwergewichte - "Champions", wie es im Firmenjargon heißt - aufzubauen. Ziel ist es, in jedem regionalen Markt zu wachsen.

In der Vergangenheit war der Wettbewerb auf den lokalen Fernsehmärkten auf private und öffentlich-rechtliche Sender beschränkt. Da die Konkurrenz größer geworden ist, liegen die Sender heute in vielen Fragen näher beieinander.

Streaming-Giganten sind als neue Konkurrenz aufgetaucht

Netflix, Apple und Amazon sind jetzt die Hauptkonkurrenten. Die Streaming-Giganten vor allem aus den USA haben längst den Weg in deutsche Haushalte gefunden. Smart-TV-Plattformen und Streaming-Abonnements. Mediatheken. Das sind die aktuellen Themen, mit denen sich die Branche beschäftigt.

Julian Weiss, Chief Marketing Officer RTL Deutschland, spricht mit der Deutschen Presse-Agentur über die bisherige Wahrnehmung der Mediengruppe RTL. Er sagt: "Wir stehen für die gesamte Bandbreite der Unterhaltung. Obwohl das Fernsehen in der öffentlichen Wahrnehmung im Vordergrund steht, stehen wir für alle Aspekte der Unterhaltung. Für die Zukunft planen wir unter anderem die Kombination von Streaming und TV sowie eine stärkere Vernetzung von Inhalten über alle Genres hinweg.

Familienfreundliche Unterhaltung steht im Mittelpunkt

Wie sieht die Zukunft des TV-Programms aus? Wir wollen, dass die Menschen unterhalten und informiert werden. Wenn es schwierig wird, treten wir in den Dialog. Dazu Marketingchef Weiss: "In Reality-Formaten werden Ereignisse und Konflikte mit Haltung eingeordnet. Unsere Realität wird so dargestellt, wie sie tatsächlich ist, und wir sehen unsere Zuschauer gerne so, wie sie sind. Provokation sollte nicht auf die Spitze getrieben werden. Wir wollen Unterhaltung, die für die ganze Familie geeignet ist. Wir werden aber nicht aufhören, Klartext zu reden."

In jüngster Zeit hat sich gezeigt, dass RTL seinen Nachrichtenbereich ähnlich wie ProSiebenSat ausbaut. Prominente Neuzugänge sind Jan Hofer, ein Ex-Tagesschau-Moderator und Pinar Atalay (Ex-Tagesthemen-Moderatorin). Pinar Atalay moderierte kürzlich das erste TV-Dreikampfduell um den Kanzlerkandidaten auf RTL und RTL mit Moderator Peter Kloeppel. RTL wird das deutsche Zeitschriftengeschäft vom Hamburger Verlag Gruner + Jahr ("Stern", "Geo") übernehmen, der zu Bertelsmann gehört. Es wird erwartet, dass dies auch zu inhaltlichen Synergien führen wird.

Weiss sprach auch das Thema der Transformation in den deutschen Medienkonzernen in Bezug auf die RTL Group im Allgemeinen an. Die RTL Group ist dabei, den neuen Markenauftritt in verschiedenen Ländern zu implementieren. Wir werden diesen Prozess im nächsten Jahr fortsetzen. Unter der einfachen Idee von "united" kommen wir zusammen. Das ist der Leitgedanke der Kampagne: Gemeinsam sind wir stärker.

Joan Bleicher, Medienwissenschaftler an der Universität Hamburg, sieht den Imagewandel von RTL darin begründet, dass junge Menschen RTL ernst nehmen. Dies wird auch durch Studien gestützt. Als Beispiel nennt Bleicher die Proteste gegen die "Fridays for Future Climate"-Bewegung. Bezüglich der Reality-Formate im deutschen Fernsehen betont Bleicher, dass "das Ende der konfrontativen Mobbing-Spirale insbesondere bei den Promi-Formaten erreicht zu sein scheint."

Die medienpolitisch verantwortlichen Bundesländer haben sich in ihrem jüngsten Medienstaatsvertrag mit der Frage der Relevanz gesellschaftlich relevanter Medienangebote befasst. Als Medienaufsichtsbehörden und Medienanstalten erstellen die Medienanstalten eine Liste von privaten TV-Anbietern, die in ihr Angebot aufgenommen werden können. Diese Plattformen, zu denen auch die Homepages von Smart-TVs gehören könnten, müssen es den Menschen erleichtern, Angebote mit hoher gesellschaftlicher Relevanz zu finden. Die Sichtbarkeit im Internet ist ein Schlüsselfaktor für TV-Anbieter.

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