7 Open-Source-Brennprogramme für Windows, macOS und Linux im Check
Zusammenfassung: Open Source Brennprogramme gibt es für Windows, macOS und Linux, doch nicht jedes eignet sich für dieselben Aufgaben. Dieser Vergleich hilft bei der Auswahl für Daten-DVDs, Audio-CDs, ISO-Dateien und Video-DVDs und zeigt, welche Brennsoftware sich auf aktuellen Systemen noch sinnvoll einsetzen lässt.
Inhaltsverzeichnis

Ein Open Source Brennprogramm ist eine gute Wahl, wenn Sie Daten sichern, Audio-CDs brennen, ISO-Dateien schreiben oder eine Video-DVD erstellen möchten, ohne sich sofort auf eine kostenpflichtige Lösung festzulegen. Für Windows, macOS und Linux gibt es dafür weiterhin brauchbare Programme, allerdings unterscheiden sie sich deutlich bei Bedienung, Systemunterstützung und DVD-Authoring.
In diesem Vergleich finden Sie sieben Open-Source-DVD-Brenner, die für unterschiedliche Aufgaben interessant sind. Für einfache Daten- oder Image-Projekte reicht kostenlose Software oft völlig aus. Wenn Sie dagegen aus mehreren Videodateien eine abspielbare DVD mit Menü, Kapiteln und mehreren Ausgabeoptionen erstellen möchten, ist eine gepflegte Authoring-Lösung meist komfortabler. Genau deshalb stelle ich weiter unten auch DVDFab DVD Creator als Alternative vor.
7 Open-Source-DVD-Brenner für Windows, macOS und Linux
Welches Brennprogramm sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, was am Ende auf der Disc liegen soll. Für eine einfache Daten-DVD brauchen Sie kein DVD-Authoring. Bei einer Video-DVD mit Menü sieht es anders aus. Die folgende Auswahl deckt deshalb bewusst verschiedene Einsatzzwecke ab.

| Programm | System | Gut für | Aktueller Stand |
| Burn | macOS | Daten, Audio, Video | Version 3.1.9 |
| K3b | Linux / KDE | Daten, Audio, Images, Disc-Tools | Version 26.08.1 |
| Brasero | Linux / GNOME | Daten, Audio, Images | Über GNOME verfügbar |
| Xfburn | Linux / Xfce | Daten, Audio, Images | Über Xfce verfügbar |
| cdrtfe | Windows | Daten, Audio, ISO, VIDEO_TS | Version 1.5.9.1 |
| DVDStyler | Windows, macOS, Linux | Video-DVDs mit Menü | 3.2.1 stabil, 3.3b3 Beta |
| InfraRecorder | Windows | Daten, Audio, Images | Version 0.53 von 2012 |
Burn für macOS
Burn ist für Mac-Nutzer weiterhin eine der naheliegendsten Open-Source-Lösungen. Das Programm kann Daten- und Audio-Projekte anlegen, Images verarbeiten und Video-Inhalte für Disc-Projekte vorbereiten. Der aktuelle Release 3.1.9 stammt vom 27. Februar 2026, das Projekt ist also keineswegs seit Jahren eingestellt.
Für normale Brennaufgaben würde ich Burn zuerst ausprobieren. Wenn Sie dagegen eine Video-DVD mit mehreren Titeln, aufwendiger Navigation oder häufiger wiederkehrenden Projekten erstellen, wird der Unterschied zu einer spezialisierten Authoring-Software schnell spürbar. Wie sich MP4 auf DVD am Mac brennen lässt, hängt deshalb auch davon ab, ob Sie nur Dateien speichern oder eine echte DVD-Video-Struktur brauchen.
- Open Source für macOS.
- Daten-, Audio- und Video-Projekte.
- Version 3.1.9 vom 27. Februar 2026.
- Nur für macOS.
- Für aufwendiges DVD-Authoring weniger komfortabel.

K3b für Linux und KDE
K3b gehört zu den umfangreicheren Brennprogrammen unter Linux. Es unterstützt klassische Daten- und Audio-Projekte, Disc-Kopien, DVD-Formatierung und weitere Werkzeuge rund um optische Medien. Für KDE-Nutzer ist es besonders praktisch, weil es sich gut in die Desktop-Umgebung und die Paketverwaltung vieler Distributionen einfügt.
Auch beim Pflegezustand steht K3b gut da. KDE veröffentlichte Version 26.08.1 am 10. September 2026. Wer unter Linux regelmäßig mit CDs oder DVDs arbeitet und mehr als nur eine kleine Brennoberfläche sucht, bekommt hier eine der stärksten Open-Source-Optionen.
Brasero für GNOME
Brasero ist einfacher aufgebaut als K3b und richtet sich vor allem an Nutzer, die Daten, Audio oder Disc-Images ohne viele Zusatzfunktionen brennen möchten. Unter GNOME ist es weiterhin eine bekannte Wahl und passt gut zu gelegentlichen Brennaufgaben.
Für eine Video-DVD mit individuell gestaltetem Menü würde ich Brasero nicht wählen. Seine Stärke liegt eher darin, unkompliziert Dateien oder vorhandene Images auf einen Datenträger zu schreiben.
Xfburn für Xfce
Xfburn verfolgt einen ähnlich schlanken Ansatz. Es gehört zum Xfce-Umfeld und eignet sich für Daten-Discs, Audio-CDs und Image-Aufgaben. Gerade auf leichteren Linux-Systemen ist das angenehm, weil das Programm nicht versucht, aus einer einfachen Brennaufgabe ein großes Medienprojekt zu machen.
Ich würde Xfburn vor allem dann nehmen, wenn Sie genau wissen, dass Sie kein DVD-Menü und keine umfangreiche Video-Konvertierung brauchen. Für diesen Zweck ist weniger Software oft die bessere Lösung.
cdrtfe für Windows
cdrtfe ist eine Open-Source-Brennsoftware für Windows und bietet mehr als nur das Schreiben einzelner Dateien. Unterstützt werden unter anderem Daten-Discs, Audio-CDs, ISO-Images und das Brennen eines vorhandenen VIDEO_TS-Ordners. Eine portable Variante ist ebenfalls verfügbar.
SourceForge führt Version 1.5.9.1 vom 13. September 2024 als aktuellen Download. Das Programm wirkt optisch eher technisch, ist funktional aber deutlich aktueller, als viele ältere Übersichten vermuten lassen. Auf Windows 11 würde ich vor einem wichtigen Projekt trotzdem einmal mit dem eigenen Laufwerk und einem unkritischen Rohling testen.
- Daten, Audio, ISO und VIDEO_TS.
- Portable Version verfügbar.
- Version 1.5.9.1 vom 13. September 2024.
- Oberfläche wirkt technisch.
- Kompatibilität mit dem eigenen Brenner vorher testen.

DVDStyler für Video-DVDs mit Menü
DVDStyler ist in dieser Liste der interessanteste Open-Source-Kandidat, wenn aus Videodateien eine klassische Video-DVD mit Menü werden soll. Das Programm kann mehrere Titel, Audio- und Untertitelspuren sowie eigene Hintergründe und Menüelemente verarbeiten. Damit liegt der Schwerpunkt klar auf DVD-Authoring und nicht nur auf dem Brennen von Dateien.
Die offizielle Downloadseite führt 3.2.1 als stabile Version und zusätzlich 3.3b3 als Beta. Für Nutzer, die möglichst viel selbst einstellen möchten und mit einer etwas technischeren Oberfläche zurechtkommen, bleibt DVDStyler interessant. Wer dagegen schnell viele Videos mit einheitlichem Menü und klarer Ausgabe als Disc, ISO oder Ordner verarbeiten möchte, wird mit einer kommerziellen Authoring-Lösung meist schneller ans Ziel kommen.
- Video-DVDs mit Menüs.
- Audio- und Untertitelspuren.
- Eigene Hintergründe und Menüelemente.
- 3.3b3 ist weiterhin Beta.
- Für reine Daten-Discs unnötig umfangreich.

InfraRecorder für ältere Windows-Systeme
InfraRecorder kann Daten- und Audio-Discs sowie Disc-Images erstellen und ist als Open-Source-Projekt weiterhin auffindbar. Der letzte offizielle Release 0.53 stammt allerdings aus dem Jahr 2012. Genau das ist heute der entscheidende Nachteil.
Auf einem älteren Windows-PC kann InfraRecorder noch funktionieren. Für einen neuen Windows-11-Rechner würde ich dagegen zuerst cdrtfe, die Windows-Bordmittel oder eine andere aktuell gepflegte Lösung ausprobieren. Die Funktionen sind nicht das Problem, sondern der sehr alte Softwarestand.
- Daten, Audio und Disc-Images.
- Open Source für Windows.
- Version 0.53 ist weiterhin verfügbar.
- Letzter Release aus 2012.
- Für Windows 11 nicht meine erste Wahl.

Welches Brennprogramm passt zu Ihrem Projekt?

Bei einer Daten-DVD geht es nur darum, Dateien zuverlässig auf den Rohling zu schreiben. Eine Audio-CD braucht dagegen einen passenden Audio-Modus. Bei ISO-Dateien muss das Programm Images lesen oder schreiben können. Erst bei einer Video-DVD kommen Authoring, Kapitel und Menüs ins Spiel.
- Daten und Backup: Burn, K3b, Brasero, Xfburn oder cdrtfe reichen in der Regel aus.
- Audio-CD: Nutzen Sie ein Programm mit eigenem Audio-Projekt statt einer normalen Dateikopie.
- ISO: Prüfen Sie, ob das Programm Images nur brennt oder auch selbst erstellen kann. Weitere Möglichkeiten zeigt der Überblick zum ISO erstellen und brennen.
- Video-DVD: Für Menüs, Kapitel und eine echte DVD-Video-Struktur brauchen Sie DVD-Authoring.
Genau an diesem letzten Punkt trennen sich einfache Brennprogramme und vollständige DVD-Creator. Wenn Sie nur Dateien sichern möchten, würde ich keine große Authoring-Software installieren. Wenn aber aus MP4, MKV oder MOV eine abspielbare DVD für den Fernseher werden soll, lohnt sich der zusätzliche Funktionsumfang.
Open-Source-Brennprogramme unter Windows 11

Für einfache Daten-Discs brauchen Sie unter Windows 11 nicht zwingend zusätzliche Brennsoftware. Windows kann Dateien auf beschreibbare CDs und DVDs schreiben. Auch Audio-CDs und Daten-DVDs lassen sich über Windows Media Player erstellen, sofern ein passendes optisches Laufwerk vorhanden ist.
Wann zusätzliche Software sinnvoll wird
Die Bordmittel reichen, wenn Sie Dateien archivieren oder eine einfache Musik-CD brennen möchten. Für DVD-Menüs, VIDEO_TS-Strukturen, detaillierte Image-Funktionen oder wiederkehrende Authoring-Projekte brauchen Sie mehr Kontrolle. Genau hier kommen cdrtfe, DVDStyler oder eine vollständige Creator-Lösung ins Spiel.
Einen breiteren Überblick finden Sie auch bei der kostenlosen DVD-Brenner-Software für Windows. Für Disc-Images bleibt ImgBurn eine separate Option, ist aber kein Open-Source-Projekt.
DVD Flick, Bombono DVD und BurnX Free heute noch nutzen?
Einige ältere Brennprogramme tauchen in Suchergebnissen und Downloadportalen noch regelmäßig auf. Sie sind deshalb nicht völlig irrelevant, ich würde sie aber nicht mehr mit den aktuell gepflegten Empfehlungen gleichsetzen.
DVD Flick
DVD Flick war lange beliebt, weil sich damit aus verschiedenen Videoformaten eine DVD-Video-Struktur mit Menü erstellen ließ. Das ursprüngliche SourceForge-Projekt führt jedoch weiterhin Version 1.3.0.7 aus dem Jahr 2009. Für einen neuen Windows-PC ist das ein sehr alter Stand.
- Video-DVD-Authoring mit Menü.
- Mehrere Audio- und Untertitelspuren möglich.
- Originalprojekt seit vielen Jahren ohne neuen Release.
- Für aktuelle Windows-Systeme nur eingeschränkt interessant.

Bombono DVD
Bombono DVD kombiniert DVD-Authoring mit Menügestaltung und kann Video-Projekte als Ordner oder Image ausgeben. Auf SourceForge ist weiterhin Version 1.2.4 verfügbar. Das Projekt ist damit nicht verschwunden, gehört aber nicht mehr zu den Lösungen, die ich für ein neues System zuerst installieren würde.
- DVD-Authoring und Menüs.
- Ausgabe als Disc-Struktur oder Image.
- Nur noch geringe Projektaktivität.
- Für aktuelle Systeme nicht erste Empfehlung.

BurnX Free
BurnX Free war ein kleines Brennprogramm für ältere Mac-Systeme. Version 1.5 stammt aus 2006 und wird heute vor allem noch über Downloadportale geführt. Für aktuelle macOS-Versionen gibt es deshalb keinen guten Grund, BurnX Free einer gepflegteren Alternative wie Burn vorzuziehen.
- Sehr schlanke Oberfläche.
- CD- und DVD-Brennfunktionen.
- Version 1.5 stammt aus 2006.
- Für aktuelle Macs nicht mehr sinnvoll.

Wenn Open Source nicht ausreicht, hilft DVDFab DVD Creator
Open-Source-Brennprogramme sind stark, wenn die Aufgabe klar begrenzt ist. Bei Video-DVDs mit mehreren Videos, Menüs, Kapiteln, Untertiteln und wiederkehrenden Projekten wird die Einrichtung aber schnell aufwendiger. In diesem Fall würde ich zu DVDFab DVD Creator greifen.
DVD Creator verarbeitet mehr als 200 Videoformate und erstellt daraus abspielbare DVD-Discs. Alternativ kann das Projekt als ISO-Datei oder DVD-Ordner gespeichert werden. Menüvorlagen lassen sich anpassen, mehrere Videos können gemeinsam verarbeitet werden, und aktuelle Hardwarebeschleunigung verkürzt je nach System die Verarbeitung. Das ist genau der Bereich, in dem eine gepflegte kommerzielle Lösung ihren Vorteil gegenüber vielen kleineren Open-Source-Projekten ausspielt.

Wann ich DVDFab DVD Creator empfehlen würde
Für eine einfache Daten-DVD wäre DVD Creator zu viel. Wenn Sie jedoch MP4, MKV, MOV oder andere Videos als klassische DVD für einen Standalone-Player ausgeben möchten, ist die Arbeitsweise deutlich direkter als bei einer Kombination aus mehreren Einzeltools. Import, Menügestaltung und Ausgabe bleiben in einem Programm.
Besonders praktisch ist das, wenn mehrere Titel auf eine Disc sollen oder das Ergebnis zusätzlich als ISO beziehungsweise DVD-Ordner gespeichert werden soll. Weitere Unterschiede zu anderen Programmen zeigt der Vergleich von DVD-Authoring-Software. Wenn für Sie vor allem die Menügestaltung wichtig ist, hilft außerdem der Überblick zum DVD-Menü erstellen.
DVD mit DVDFab DVD Creator erstellen
Starten Sie DVDFab und öffnen Sie das Modul „Creator“. Wählen Sie „DVD Creator“ und laden Sie die gewünschten Videodateien über „Hinzufügen“ oder per Drag-and-drop.

Prüfen Sie Titel, Tonspuren und Untertitel. In den erweiterten Einstellungen legen Sie Ausgabegröße, Qualität und Wiedergabemodus fest. Öffnen Sie anschließend die Menüeinstellungen, wenn die DVD eine eigene Navigation erhalten soll.



Wählen Sie unten das optische Laufwerk, eine ISO-Datei oder einen DVD-Ordner als Ziel. Klicken Sie anschließend auf „Start“, um die DVD zu erstellen.

FAQs
Welches Open Source Brennprogramm eignet sich für Windows 11?
Für einfache Daten-Discs reichen die Windows-Bordmittel. Wenn Sie zusätzliche Funktionen benötigen, ist cdrtfe eine aktuelle Open-Source-Option für Windows. DVDStyler eignet sich besser, wenn Sie eine Video-DVD mit Menü erstellen möchten.
Kann ein DVD-Brenner DVDs auch lesen?
In der Regel ja. Ein DVD-Brenner kann DVDs lesen und beschreibbare Disc-Typen schreiben. Welche Formate tatsächlich unterstützt werden, hängt vom Laufwerksmodell ab.
Was ist der Unterschied zwischen einer Daten-DVD und einer Video-DVD?
Eine Daten-DVD speichert Dateien wie auf einem Datenträger. Eine Video-DVD besitzt dagegen eine DVD-Video-Struktur mit Titeln, Kapiteln und optionalem Menü, damit sie auf klassischen DVD-Playern abgespielt werden kann.
Welches Programm eignet sich für eine DVD mit Menü?
DVDStyler ist eine Open-Source-Option für Video-DVDs mit Menü. Wenn Sie mehrere Videoformate, anpassbare Menüvorlagen, Disc-, ISO- und Ordnerausgabe in einer gepflegten Oberfläche kombinieren möchten, ist DVDFab DVD Creator die komfortablere Alternative.
Fazit
Für Daten, Audio und ISO-Aufgaben gibt es weiterhin gute Open-Source-Brennprogramme. Burn ist auf dem Mac eine klare Empfehlung, unter Linux stehen mit K3b, Brasero und Xfburn mehrere passende Werkzeuge bereit, und cdrtfe bleibt unter Windows interessant. DVDStyler ist die stärkste Open-Source-Wahl in dieser Liste, wenn eine echte Video-DVD mit Menü gefragt ist.
Sobald Sie häufiger Videos in eine fertige DVD-Struktur umwandeln, mehrere Titel verwalten oder Menüs ohne zusätzliche Werkzeuge erstellen möchten, würde ich nicht mehr nur nach „kostenlos“ entscheiden. In diesem Fall ist DVDFab DVD Creator die sinnvollere Wahl, weil Videoimport, Authoring und Ausgabe als Disc, ISO oder Ordner in einem Workflow zusammenbleiben.




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