DVD-Authoring-Software im Vergleich: Grundlagen und 6 getestete Tools

DVD-Authoring-Software macht aus MP4, MKV, AVI und anderen Videodateien eine echte DVD-Video-Struktur mit Menü, Kapiteln und passenden PAL- oder NTSC-Einstellungen. In diesem Vergleich ist DVDFab DVD Creator die umfassendste Lösung für Windows und macOS, DVDStyler bleibt die interessanteste kostenlose Alternative, und DeVeDeNG ist vor allem für Linux-Nutzer eine gute Wahl.

Die Schwierigkeiten beginnen meist erst dann, wenn eine selbst gebrannte Disc im Wohnzimmer nicht so reagiert wie erwartet. Eine MP4 liegt zwar auf der DVD, der Player erkennt sie aber nicht. Oder das Menü sieht am PC gut aus, lässt sich am Standalone-Player jedoch nicht sauber bedienen. Auch PAL und NTSC, Untertitel, alte AVI-Dateien oder eine Mischung verschiedener Quellen können ein Projekt unnötig kompliziert machen.

Für den Vergleich habe ich deshalb nicht nur auf Funktionslisten geschaut. Entscheidend war für mich, wie gut sich typische Ausgangsdateien zu einer abspielbaren DVD zusammenführen lassen, wie viel Arbeit das Menü macht und ob die Software heute noch sinnvoll gepflegt wird. Gerade bei älteren Freeware-Klassikern ist dieser letzte Punkt inzwischen wichtiger als noch vor einigen Jahren.

DVD-Authoring erklärt: mehr als nur Brennen

Beim DVD-Authoring werden Video, Audio, Kapitel, Untertitel und Menüs in eine DVD-Video-Struktur gebracht, die ein normaler DVD-Player versteht. Reines Brennen macht etwas anderes: Es schreibt vorhandene Dateien auf den Rohling. Wer also eine MP4 einfach als Datei auf eine Daten-DVD kopiert, hat noch keine klassische Film-DVD erstellt.

Genau diese Verwechslung begegnet mir bei solchen Projekten immer wieder. Am Computer sieht die gebrannte Disc völlig in Ordnung aus, am Fernseher passiert dagegen nichts. Sobald die DVD später in einem Standalone-Player laufen soll, braucht es deshalb ein Authoring-Programm, das aus den Quelldateien VIDEO_TS, MPEG-2-Video und die nötige Navigationsstruktur erzeugt.

VIDEO_TS, ISO, PAL und NTSC richtig wählen

Für eine klassische Video-DVD ist nicht nur der Rohling wichtig. Ebenso entscheidend ist, was die Authoring-Software daraus macht. Drei Ausgabewege sind besonders praktisch:

  • VIDEO_TS-Ordner: sinnvoll, wenn Sie das fertige DVD-Projekt erst auf der Festplatte prüfen möchten.
  • ISO-Image: bündelt die fertige DVD-Struktur in einer Datei und lässt sich später separat brennen.
  • Direktes Brennen: schreibt das Projekt unmittelbar auf DVD-5, DVD-9 oder einen passenden DVD-R/RW- beziehungsweise DVD+R/RW-Rohling.

Ich erstelle bei wichtigeren Projekten meist zuerst ein ISO. Das dauert einen zusätzlichen Schritt, verhindert aber, dass ein Rohling wegen eines falsch verlinkten Menüs oder einer unpassenden Einstellung im Müll landet. Das ISO lässt sich vorher mit einem DVD-fähigen Software-Player öffnen und durchklicken.

Bei PAL und NTSC würde ich mich am Zielgerät orientieren. In Europa ist PAL für klassische DVD-Player üblich, in Nordamerika und Japan NTSC. Das Seitenverhältnis sollte zum Ausgangsmaterial passen: 16:9 für die meisten neueren Aufnahmen, 4:3 für ältere Videos. Wer diese Einstellungen vor dem Encodieren festlegt, erspart sich später viele der typischen Wiedergabeprobleme.

DVD-Authoring-Software im schnellen Überblick

Wer nur schnell entscheiden möchte, kann sich zuerst an dieser Einordnung orientieren. Die Detailabschnitte weiter unten erklären, wo die Unterschiede in der Nutzung tatsächlich auffallen.

EinsatzProgrammKurzurteil
Viele Formate, Menü, Windows und MacDVDFab DVD Creatorumfangreich, schnell eingerichtet, kostenpflichtig
Kostenlose Lösung für Windows, Mac und LinuxDVDStylerOpen Source, aktiv verfügbar, mehr Handarbeit
LinuxDeVeDeNGaktiv gepflegt, einfache Menüs
Ältere Windows-PCsDVD Flickkostenlos, aber technisch klar gealtert
Alte Projekte und BestandsinstallationenBombono DVDfunktionsreich, heute aber Legacy
Einfaches DVD-Video ohne MenüDVD Author Plusleicht zu bedienen, aber kein vollwertiger Menü-Authorer

DVDFab DVD Creator im Test

DVDFab DVD Creator nimmt laut Hersteller mehr als 200 Videoformate an und gibt Projekte als DVD-5, DVD-9, ISO oder DVD-Ordner aus. Dazu kommen Menüvorlagen, Untertitel, mehrere Audiospuren und Hardwarebeschleunigung. Gerade bei gemischten Quellen ist das der Punkt, an dem sich das Programm von einem einfachen Brenntool absetzt.

In meinem Test habe ich MP4, AVI und MKV gemeinsam geladen. Alle drei Quellen wurden ohne vorgeschaltete Konvertierung angenommen. Das klingt zunächst unspektakulär, spart aber Zeit, wenn ältere Camcorder-Aufnahmen und neuere Smartphone-Videos auf dieselbe DVD sollen. Bei mehreren kostenlosen Programmen muss man an dieser Stelle häufiger nacharbeiten oder eine problematische Datei vorher separat konvertieren.

DVDFab DVD Creator

DVDFab DVD Creator

Wichtige Funktionen:
  • Video aus mehr als 200 Formaten zu DVD-Video verarbeiten.
  • DVD-5, DVD-9, ISO und VIDEO_TS-Ordner ausgeben.
  • Menüvorlagen anpassen und eigene Hintergründe verwenden.
  • Untertitel und mehrere Audiospuren einbinden.
  • GPU-Beschleunigung auf unterstützter Hardware nutzen.
  • Projekt vor dem Brennen in der Vorschau kontrollieren.

Beim Menüeditor trennt sich für mich ebenfalls schnell ein brauchbares Authoring-Programm von einer reinen Brennlösung. Hintergrundbild, Schrift und Schaltflächen lassen sich anpassen, danach kann das Menü direkt in der Vorschau geprüft werden. Ich klicke dort wirklich jeden Button einmal durch. Das ist einfacher, als nach dem Brennen festzustellen, dass ein Kapitel-Link ins Leere läuft.

Auch beim Tempo lag DVDFab in meinem Test vor den kostenlosen Kandidaten. Wie groß der Abstand ausfällt, hängt allerdings von CPU, GPU, Laufwerk und Ausgangsformat ab. Den Unterschied merkt man vor allem dann, wenn längere Videos neu nach MPEG-2 kodiert werden müssen.

Messwert aus dem Test
  • Mit Version 13.0.5.6 auf unserem Windows-11-Testsystem wurde eine 135 Minuten lange MOV-Datei in rund drei Sekunden analysiert. Die Erstellung der DVD-9 dauerte in diesem Messlauf etwa acht Minuten. Diese Werte gehören zu diesem konkreten Testsystem und sind kein allgemeiner Geschwindigkeitswert für jeden PC.

Für ein einzelnes Video ohne Menü wäre mir DVDFab zu groß. Sobald aber mehrere Formate, Kapitel, Untertitel oder ein angepasstes Menü zusammenkommen, lohnt sich die zusätzliche Ausstattung deutlich eher.

In vier Schritten zur abspielbaren DVD

Die Bedienung ist nicht kompliziert. Wichtig ist vor allem, dass Sie nicht beim reinen Dateibrennen stehen bleiben, sondern die Ausgabe wirklich als DVD-Video anlegen.

Schritt1
Öffnen Sie DVDFab, wechseln Sie zu Creator und wählen Sie den DVD-Creator-Modus. Fügen Sie anschließend Ihre Videos per Drag & Drop oder über die Schaltfläche zum Hinzufügen einer Quelle ein.

 

In vier Schritten zur abspielbaren DVD

Videos in DVDFab DVD Creator hinzufügen

Schritt2
Öffnen Sie die erweiterten Einstellungen. Hier legen Sie DVD-5 oder DVD-9, PAL oder NTSC und das Seitenverhältnis fest. Bei Bedarf wählen Sie außerdem Tonspuren und Untertitel aus.

DVD-5 DVD-9 PAL und NTSC in DVDFab DVD Creator einstellen

Schritt3
Öffnen Sie die Menüeinstellungen und wählen Sie eine Vorlage. Schrift, Hintergrund und Schaltflächen lassen sich anpassen. Prüfen Sie danach in der Vorschau, ob die Navigation zu allen Titeln und Kapiteln funktioniert.

DVD-Menü in DVDFab DVD Creator auswählen

DVD-Menü in DVDFab DVD Creator anpassen und prüfen

Schritt4
Wählen Sie als Ziel eine Disc, einen DVD-Ordner oder ein ISO-Image und starten Sie die Ausgabe. Bei wichtigen Projekten würde ich zuerst ISO wählen, das Ergebnis testen und erst danach den Rohling brennen.

DVD als Disc ISO oder Ordner ausgeben

Gerade bei alten AVI-Aufnahmen oder gemischten Familienvideos ist diese Reihenfolge nützlich. Wer eine MP4 auf DVD bringen möchte, braucht am Ende dieselbe DVD-Video-Struktur. Für ältere Quellen gilt das ebenso beim Thema AVI auf DVD.

Kostenlose DVD-Authoring-Software und weitere Alternativen

Kostenlose DVD-Authoring-Software und aktuelle Alternativen

Bei Freeware schaue ich inzwischen zuerst auf den Pflegezustand und erst danach auf die Länge der Funktionsliste. Ein altes Authoring-Programm kann für ein vorhandenes Projekt völlig ausreichen, ist unter Windows 11 oder mit neueren Codecs aber nicht automatisch eine gute Empfehlung. Die fünf Kandidaten hier liegen deshalb sehr weit auseinander.

1. DVDStyler: die stärkste kostenlose Allround-Option

Stand: DVDStyler 3.2.1 ist die aktuelle stabile Version; zusätzlich wird 3.3b3 als Beta angeboten. Das Projekt ist damit klar aktiv.

DVDStyler ist kostenlos, Open Source und für Windows, macOS ab 10.15 sowie Linux verfügbar. Es erstellt Video-DVDs mit interaktiven Menüs, mehreren Untertitel- und Audiospuren und nimmt Formate wie AVI, MOV, MP4, MPEG, OGG und WMV an. Für ein kostenloses Programm ist das immer noch erstaunlich komplett.

Ich würde DVDStyler wählen, wenn das Budget bei null liegt und etwas Einarbeitung kein Problem ist. Der Menüeditor wirkt weniger modern als bei DVDFab, dafür bekommt man deutlich mehr Kontrolle als bei vielen einfachen Brennprogrammen. Auf dem Mac würde ich ein wichtiges Projekt trotzdem zuerst als ISO ausgeben und testen, bevor direkt auf Disc gebrannt wird.

VORTEILE
Kostenlos und Open Source.
Windows, macOS und Linux.
Eigene DVD-Menüs, Untertitel und mehrere Audiospuren.
Viele gängige Videoformate direkt nutzbar.
NACHTEILE
Oberfläche und Menüeditor wirken technisch und etwas altmodisch.
Mehr Handarbeit bei komplexeren Projekten.
Weniger komfortabel bei stark gemischten Quellen.

DVDStyler als kostenlose DVD-Authoring-Software

2. DeVeDeNG: aktuell und sinnvoll für Linux

Stand: DeVeDeNG wurde 2026 mehrfach aktualisiert. Im August folgten Version 4.22.0 und kurz darauf der Tag 4.22.1. Der Entwickler führt DeVeDeNG ausdrücklich als Linux-Programm und unterstützt keine Windows-Portierungen.

DeVeDeNG erstellt Video-DVDs und Video-CDs aus Formaten, die über die eingebundenen Multimedia-Werkzeuge verarbeitet werden können. Die Oberfläche ist funktional, die Menügestaltung eher schlicht. Unter Linux ist das kein Nachteil, wenn es vor allem darum geht, zuverlässig eine DVD-Struktur zu erzeugen.

Für mich ist DeVeDeNG die klarere Empfehlung als viele alte Windows-Freeware-Tipps, sobald das Zielsystem Linux ist. Man bekommt ein tatsächlich gepflegtes Projekt und muss sich nicht auf Kompatibilitätstricks mit Programmen aus der Windows-7-Zeit verlassen.

VORTEILE
Aktiv gepflegtes Linux-Projekt.
DVD-Video und weitere Disc-Projekte möglich.
PAL und NTSC sowie einfache Menüs.
NACHTEILE
Kein offiziell unterstütztes Windows-Programm.
Menügestaltung bleibt einfach.
Stärker von Linux-Paketen und externen Komponenten geprägt.

DeVeDeNG für DVD-Authoring unter Linux

3. DVD Flick: kostenlos, aber klar ein Legacy-Tool

Stand: Die offizielle Seite führt weiterhin DVD Flick 1.3.0.7. Als unterstützte Systeme nennt sie Windows 2000, XP, Vista und Windows 7. Eine offizielle Windows-11-Freigabe gibt es damit nicht.

DVD Flick bleibt interessant, weil es kostenlos ist und laut eigener Dokumentation mehr als 45 Dateiformate, über 60 Video-Codecs und über 40 Audio-Codecs unterstützt. Menüs, Untertitel und zusätzliche Audiospuren sind ebenfalls möglich. Das Problem ist nicht der damalige Funktionsumfang, sondern das Alter der technischen Basis.

Auf einem älteren Windows-PC kann DVD Flick noch seinen Zweck erfüllen. Für ein neues Windows-11-System würde ich es dagegen nicht als erste Wahl installieren. Wenn es bei MKV, Untertiteln oder der Audiokodierung hakt, lohnt sich die Fehlersuche bei so einem alten Programm schnell weniger als der Wechsel auf ein aktuelleres Tool.

VORTEILE
Kostenlos und ohne Adware.
Breite Format- und Codec-Unterstützung für seine Zeit.
Menüs, Untertitel und zusätzliche Audiospuren.
NACHTEILE
Offiziell nur für alte Windows-Versionen ausgewiesen.
Alte FFmpeg- und ImgBurn-Basis.
Für neue Windows-11-Projekte nur bedingt sinnvoll.

DVD Flick als ältere kostenlose DVD-Authoring-Software

4. Bombono DVD: gute Ideen, aber kein aktuelles Projekt mehr

Stand: Bombono DVD sucht auf der eigenen Projektseite seit 2016 nach einem neuen Maintainer. Die letzte reguläre Windows-Version 1.2.2 stammt aus 2013.

Bombono DVD war seinerzeit ungewöhnlich interessant: WYSIWYG-Menüeditor, Motion-Menüs, Untertitel, Transkodierung, ISO-Ausgabe, Ordner und direktes Brennen gehörten zum Paket. Diese Funktionen erklären, warum das Programm noch immer in alten Bestenlisten auftaucht.

Für neue Projekte würde ich es trotzdem nicht mehr einsetzen. Die Software ist eher für vorhandene Installationen oder alte Projektdateien relevant. Wer heute neu anfängt, hat mit DVDStyler oder einer aktuellen kommerziellen Lösung weniger Fragezeichen bei Betriebssystem, Codecs und Brennkomponenten.

VORTEILE
WYSIWYG-Menüeditor und Motion-Menüs.
ISO-, Ordner- und Disc-Ausgabe.
Untertitel und Reauthoring-Funktionen.
NACHTEILE
Seit Jahren ohne reguläre Weiterentwicklung.
Keine sinnvolle Empfehlung für ein neues Windows-11-Projekt.
Aktuelle Kompatibilität mit Codecs und Brennkomponenten nicht zuverlässig planbar.

Bombono DVD als ältere DVD-Authoring-Software

5. DVD Author Plus: eher Brennprogramm als Menü-Authorer

Stand: DVD Author Plus wird von DeskShare weiterhin als Version 3.18 angeboten. Die offizielle Produktseite nennt Windows 10, 8 und 7 sowie einen Preis von 29,95 US-Dollar. Es ist also keine Freeware und wird auch nicht ausdrücklich für Windows 11 beworben.

DVD Author Plus kann Videos per Drag & Drop zu einer DVD-Video-Disc verarbeiten, die nach dem Einlegen direkt startet. Genau darin liegt aber auch die Grenze: Wer ein richtiges DVD-Menü mit Kapitelwahl gestalten möchte, ist hier falsch. Für einfache Home-Videos ohne Navigation kann das Konzept dagegen angenehm unkompliziert sein.

VORTEILE
Sehr einfacher Drag-and-Drop-Ablauf.
DVD-Video, Daten-Discs und ISO-Funktionen in einem Programm.
Für einfache Projekte ohne Menü schnell verständlich.
NACHTEILE
Kein vollwertiger Menü- und Kapitel-Editor.
Kostenpflichtig.
Windows 11 wird auf der offiziellen Produktseite nicht als Plattform genannt.

DVD Author Plus für einfache Video-DVDs unter Windows

Häufig genannt wird außerdem WinX DVD Author. Das Programm ist für einfache kostenlose Windows-Projekte weiterhin einen Blick wert. Wer dagegen mehr Menügestaltung, macOS-Unterstützung und eine breitere Formatbasis braucht, landet schneller bei DVDStyler oder DVDFab.

Vergleich: Formate, Menüs, Systeme und Pflegezustand

DVD-Authoring-Software nach System, Menü, Ausgabe und Aktualität vergleichen

SoftwareSystemMenü / KapitelAusgabeAktueller StandAm besten für
DVDFab DVD CreatorWindows, macOSJa, Vorlagen und AnpassungenDVD-5/9, Disc, ISO, VIDEO_TSaktiv gepflegtgemischte Formate, komfortables Authoring
DVDStylerWindows, macOS, LinuxJa, frei gestaltbarDVD, ISO3.2.1 stabil, 3.3b3 Betakostenloses Authoring mit Menü
DeVeDeNGLinuxJa, eher einfachDVD-Projekt, ISO/Disc je nach Setup4.22.x, aktiv gepflegtLinux
DVD Flickoffiziell Windows 2000 bis 7Ja, einfache MenüsDVD, Brennen nach Encoding1.3.0.7, Legacyältere Windows-Systeme
Bombono DVDalte Windows- und Linux-UmgebungenJa, inklusive Motion-MenüsDisc, ISO, OrdnerMaintainer gesucht seit 2016Bestandsprojekte
DVD Author Plusoffiziell Windows 10/8/7kein klassischer MenüeditorDVD-Video, Daten-Disc, ISO-FunktionenVersion 3.18einfache Video-DVD ohne Menü

Für mich ist der wichtigste Unterschied nicht kostenlos gegen kostenpflichtig, sondern aktuell gegen Legacy. DVDStyler zeigt, dass kostenlose DVD-Authoring-Software durchaus noch sinnvoll sein kann. DVD Flick und Bombono sind dagegen Beispiele dafür, dass ein gutes altes Programm nicht automatisch eine gute Neuinstallation auf einem aktuellen Rechner ist.

Häufige Fragen zur DVD-Authoring-Software

Q

Was ist der Unterschied zwischen DVD-Authoring und DVD-Brennen?

Beim Brennen werden Dateien nur auf die Disc geschrieben. DVD-Authoring erzeugt dagegen die DVD-Video-Struktur mit MPEG-2-Video, VIDEO_TS, Navigation, Kapiteln und bei Bedarf einem Menü. Für einen klassischen Standalone-DVD-Player ist dieser Unterschied entscheidend.

A

Q

Welche DVD-Authoring-Software eignet sich für Windows 11?

DVDFab DVD Creator ist für Windows 11 eine aktuelle kommerzielle Lösung. DVDStyler ist die naheliegende kostenlose Alternative. Bei DVD Flick, Bombono DVD und DVD Author Plus fehlt dagegen eine aktuelle offizielle Windows-11-Ausrichtung.

A

Q

Gibt es kostenlose DVD-Authoring-Software für Mac?

Ja. DVDStyler bietet eine macOS-Version ab macOS 10.15 und ist kostenlos. DVDFab DVD Creator ist ebenfalls für macOS erhältlich, aber kostenpflichtig. DeVeDeNG ist dagegen auf Linux ausgerichtet.

A

Q

Sollte ich direkt auf DVD brennen oder zuerst ein ISO erstellen?

Bei einem einfachen Projekt funktioniert direktes Brennen. Bei Menüs, mehreren Titeln oder Untertiteln würde ich zuerst ein ISO erstellen und testen. So lassen sich Navigation und Wiedergabe prüfen, bevor ein Rohling beschrieben wird.

A

Fazit: Welche DVD-Authoring-Software würde ich wählen?

Wenn verschiedene Ausgangsformate, ein richtiges Menü und möglichst wenig Nacharbeit zusammenkommen sollen, würde ich DVDFab DVD Creator nehmen. Für ein kostenloses Projekt ist DVDStyler mein erster Blick, unter Linux DeVeDeNG. DVD Flick und Bombono haben ihre Berechtigung bei älteren Installationen, für ein neues Projekt würde ich sie heute aber nicht mehr bevorzugen.

Entscheidend ist am Ende weniger der Brennbutton als das Authoring davor. Sobald die Disc auf einem normalen DVD-Player laufen soll, müssen Videoformat, DVD-Struktur, Menü und TV-Standard zusammenpassen. Genau dort sollte die Software Arbeit abnehmen, nicht erst beim Schreiben auf den Rohling.