ISO to USB: ISO auf USB-Stick brennen und bootfähig machen

ISO to USB kann drei verschiedene Ziele haben: eine ISO-Datei nur auf dem Stick speichern, daraus ein bootfähiges Medium für Windows oder Linux erstellen oder einen vorhandenen USB-Stick als Abbild sichern. Für aktuelle Windows-Installationen kommen vor allem das Microsoft Media Creation Tool und Rufus infrage; Ventoy ist interessant, wenn mehrere ISO-Dateien auf einem Stick bleiben sollen.

Wer eine ISO auf USB schreiben und davon starten möchte, kann die Datei nicht einfach auf den Stick kopieren. Die Boot-Struktur muss passend eingerichtet werden, und Firmware, Partitionsschema sowie Dateisystem müssen zum Zielrechner passen. Für reine Dateiablage oder eine Sicherung des Sticks gelten andere Regeln.

ISO to USB: Datei speichern, bootfähig machen oder Stick sichern?

Vergleich von ISO-Kopie, bootfähigem Flashen und vollständiger USB-Abbildsicherung

Eine ISO auf USB zu übertragen ist technisch nicht immer derselbe Vorgang. Beim Flashen werden Boot- und Partitionsdaten geschrieben; beim Kopieren bleibt die ISO nur eine gewöhnliche Datei. Wer einen vorhandenen USB-Stick sichern möchte, erstellt dagegen ein Laufwerksabbild.

Die drei Ziele im Vergleich

AufgabeZielGeeignetes VerfahrenBootfähigDatenlöschungDateisystem- oder Image-Hinweis
ISO nur als Datei speichernISO-Datei auf USB-Stick erstellen und transportierenDatei im Explorer, Finder oder Dateimanager kopierenNeinNein, sofern genug freier Speicher vorhanden istFAT32 kann keine einzelne Datei über 4 GB speichern; für größere Images sind exFAT oder NTFS geeigneter
Bootfähigen USB-Stick erstellenWindows, Linux oder ein Rettungssystem startenRufus, Microsoft Media Creation Tool, Etcher, ein Image Writer oder ddJa, wenn ISO, Schreibmodus und Firmware zusammenpassenJa, vorhandene Partitionen und Dateien können überschrieben werdenGPT oder MBR sowie FAT32 oder NTFS müssen zum Zielgerät und zur ISO passen
Vorhandenen USB-Stick als Image sichernDen vollständigen Zustand des Sticks einschließlich Partitionen bewahrenLaufwerksabbild mit einem Imaging-Tool erstellenDas Abbild übernimmt die Struktur des QuellsticksBeim Lesen nein; beim späteren Zurückschreiben wird das Ziel überschriebenDas Image ist so groß wie der relevante Datenträgerbereich und nicht mit einer einzelnen Installations-ISO gleichzusetzen

Für eine Windows- oder Linux-Installation brauchen Sie den zweiten Weg: Die ISO muss als startfähiges Abbild geschrieben werden. Wer dagegen eine ISO vom USB-Stick erstellen möchte, will meist den vollständigen Zustand des vorhandenen Sticks sichern. Dafür eignet sich ein Imaging-Tool; das Ergebnis ist nicht automatisch mit einer normalen Installations-ISO identisch.

ISO-Datei als Archiv auf einen USB-Stick kopieren

ISO-Datei auf USB-Stick brennen: Laufwerk und Image vorher prüfen

Bevor Sie eine ISO-Datei auf einen USB-Stick brennen, sichern Sie wichtige Dateien und prüfen Sie das Ziellaufwerk zweimal. Flash-Werkzeuge können vorhandene Daten und Partitionen vollständig überschreiben.

  • Notieren Sie Gerätename und Kapazität des USB-Sticks und gleichen Sie beides im Schreibprogramm ab.
  • Vergleichen Sie nach Möglichkeit die SHA-256-Prüfsumme der ISO mit der veröffentlichten Prüfsumme des Anbieters.
  • Schließen Sie andere Wechseldatenträger vorübergehend ab, damit das falsche Ziel weniger leicht gewählt wird.
  • Ziehen Sie den Stick während des Schreibens nicht ab und werfen Sie ihn nach Abschluss sauber aus.
  • Testen Sie das Ergebnis anschließend über das einmalige Bootmenü des Zielrechners.

Entscheidend ist die Auswahl des richtigen Laufwerks. Ein falscher Gerätename kann einen ansonsten korrekten Ablauf zur Datenpanne machen, deshalb sollten Name und Kapazität vor dem Start noch einmal geprüft werden.

Burn ISO to USB: ISO mit Rufus bootfähig auf USB schreiben

Unter Windows ist Rufus eine gute Wahl, wenn bereits eine ISO vorliegt und daraus ein startfähiger USB-Stick werden soll. Partitionsschema, Zielsystem und Schreibmodus lassen sich gezielt an den Rechner anpassen. Für einen aktuellen Windows-11-PC ist GPT mit UEFI meist der passende Ausgangspunkt; ältere Systeme können MBR und Legacy BIOS benötigen.

ISO-Datei auf USB-Stick bootfähig machen

Schritt1
Öffnen Sie Rufus und wählen Sie unter „Laufwerk“ den USB-Stick anhand von Name und Kapazität aus.
Schritt2
Klicken Sie bei der Startart auf „Auswahl“ und laden Sie die ISO-Datei, die auf den USB-Stick geschrieben werden soll.
Schritt3
Stimmen Sie Partitionsschema und Zielsystem auf den Rechner ab. Für moderne UEFI-Systeme ist GPT meist passend; MBR kommt vor allem bei älteren BIOS- oder speziellen Kompatibilitätsfällen infrage.

Rufus mit ausgewählter ISO und Einstellungen für einen bootfähigen USB-Stick

Schritt4
Prüfen Sie Dateisystem und weitere Formatoptionen. Übernehmen Sie die von Rufus vorgeschlagenen Werte, sofern die ISO oder das Zielsystem keine abweichende Einstellung verlangt.
Schritt5
Klicken Sie auf „Start“, bestätigen Sie das Löschen des USB-Sticks und warten Sie, bis der Schreibvorgang beendet ist. Werfen Sie den Stick danach sauber aus und testen Sie ihn über das Bootmenü des Zielrechners.

Rufus passt vor allem dann, wenn Sie eine ISO auf USB brennen und Boot-Einstellungen wie GPT, MBR oder den Schreibmodus selbst kontrollieren möchten. Soll die ISO nur als Datei gespeichert werden, reicht dagegen ein normaler Kopiervorgang.

Windows-Installationsmedium mit Microsoft erstellen

Für ein normales Windows-Installationsmedium ist das Microsoft Media Creation Tool meist der einfachere Weg. Es lädt die benötigten Windows-Dateien selbst und bereitet den Stick weitgehend automatisch vor. Microsoft sieht dafür einen leeren USB-Stick mit mindestens 8 GB vor; vorhandene Daten werden beim Erstellen des Mediums gelöscht.

Schritt1
Laden Sie das Media Creation Tool für die gewünschte Windows-Version von Microsoft.
Schritt2
Starten Sie das Tool und wählen Sie die Option zum Erstellen eines Installationsmediums für einen anderen PC.
Schritt3
Legen Sie Sprache, Edition und Architektur fest.
Schritt4
Wählen Sie „USB-Speicherstick“ und kontrollieren Sie das angezeigte Ziellaufwerk sorgfältig.
Schritt5
Lassen Sie Download und Einrichtung abschließen. Werfen Sie den Stick danach aus und testen Sie ihn über das Bootmenü des Zielrechners.

Dieser Weg passt zu einer normalen Windows-Neuinstallation. Rufus bietet mehr Kontrolle, wenn bereits eine ISO vorliegt oder Firmware und Partitionsschema gezielt eingestellt werden müssen.

Windows USB/DVD Download Tool als Legacy-Methode

Das frühere Windows USB/DVD Download Tool stammt aus der Windows-7-Ära und ist heute nicht mehr Microsofts aktueller Weg für Windows-Installationsmedien. Die folgenden Schritte dienen deshalb nur zur Einordnung, wenn das Werkzeug bereits vorhanden ist und eine kompatible ISO vorliegt. Für aktuelle Windows-10- oder Windows-11-Medien ist das Media Creation Tool oder Rufus die sinnvollere Wahl.

Schritt1
Verwenden Sie das Windows USB/DVD Download Tool nur, wenn es auf dem Rechner bereits installiert ist und eine passende Windows-ISO vorliegt.
Schritt2
Öffnen Sie das Tool über das Windows-Startmenü.
Schritt3
Wählen Sie die vorhandene Windows-ISO als Quelldatei aus und gehen Sie mit „Weiter“ zum nächsten Schritt.

Windows USB/DVD Download Tool bei der Auswahl einer Windows-ISO

Schritt4
Wählen Sie „USB-Gerät“, wenn ein bootfähiger USB-Stick erstellt werden soll, oder „DVD“, wenn die ISO auf einen Rohling geschrieben werden soll.

Windows USB/DVD Download Tool bei der Wahl von USB oder DVD

Schritt5
Wählen Sie den richtigen USB-Stick aus, starten Sie den Kopiervorgang und warten Sie, bis das Tool die ISO auf das Medium geschrieben hat.

Windows USB/DVD Download Tool beim Schreiben der ISO auf USB

GPT, MBR, UEFI und Dateisystem wählen

GPT, MBR, UEFI, FAT32 und NTFS für Windows 11, ältere PCs und Linux-ISOs

Ob Sie eine ISO-Datei auf USB-Stick brennen können und der Stick danach startet, hängt von Firmware, Partitionsschema, Dateisystem und Aufbau der ISO ab.

Typische Einstellungen im Vergleich

ZielumgebungPartitionsschemaFirmwareDateisystemTypisches Problem
Aktueller Windows-11-PCMeist GPTUEFIHäufig FAT32; bei großen Installationsdateien kann NTFS nötig seinNTFS wird von manchen UEFI-Implementierungen nicht direkt gestartet
Älterer PCOft MBRLegacy BIOS oder UEFI-CSMFAT32 oder NTFS je nach ISO und FirmwareEin reiner GPT-Stick erscheint nicht im Legacy-Bootmenü
Linux-Hybrid-ISOVom Image vorgegebenJe nach Distribution UEFI und/oder BIOSVom Abbild angelegtEine manuelle Dateisystemwahl kann die Image-Struktur verfälschen
ISO nur als DateiFür die Ablage nicht entscheidendNicht relevantexFAT oder NTFS bei Dateien über 4 GBFAT32 verweigert das Kopieren einer einzelnen großen ISO

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor: zuerst die Firmware des Zielgeräts bestimmen, dann GPT oder MBR wählen und zuletzt prüfen, ob die größte Datei der ISO in das vorgesehene Dateisystem passt.

ISO unter macOS und Linux auf USB schreiben

Unter macOS und Linux können Terminalwerkzeuge oder grafische Image Writer eine ISO auf USB schreiben. Ob das Ergebnis tatsächlich bootfähig ist, hängt zusätzlich von ISO, Bootloader, Schreibmodus und Firmware des Zielrechners ab.

macOS: ISO mit Terminal und dd schreiben

dd schreibt ein Abbild direkt auf das gewählte Gerät und korrigiert keine falsche Laufwerkswahl. Prüfen Sie deshalb den Gerätenamen besonders sorgfältig.

Schritt1
Öffnen Sie das Terminal unter „Programme“ > „Dienstprogramme“ und schließen Sie den USB-Stick an.

macOS Terminal vor dem Schreiben einer ISO auf USB

Schritt2
Führen Sie diskutil list aus und identifizieren Sie den USB-Stick anhand von Kapazität und Gerätename, zum Beispiel als /dev/disk2.
Schritt3
Hängen Sie den Datenträger mit diskutil unmountDisk /dev/diskN aus. Ersetzen Sie N erst, nachdem Sie das richtige Gerät eindeutig bestimmt haben.
Schritt4
Schreiben Sie die ISO mit sudo dd if=/Pfad/datei.iso of=/dev/rdiskN bs=4m auf den Stick und warten Sie, bis der Befehl vollständig beendet ist.

macOS Terminal beim Schreiben eines ISO-Abbilds mit dd

Schritt5
Führen Sie anschließend sync aus, werfen Sie den Stick mit diskutil eject /dev/diskN aus und testen Sie das Medium am Zielrechner.

Linux: ISO mit Startup Disk Creator auf USB schreiben

Unter Ubuntu lässt sich ein bootfähiger USB-Stick mit dem Startup Disk Creator erstellen. Andere Distributionen bieten ähnliche Image Writer; bei Hybrid-ISOs kann alternativ ein passendes Rohabbild-Werkzeug verwendet werden.

Schritt1
Laden Sie die benötigte Linux-ISO von der offiziellen Projektseite herunter.
Schritt2
Schließen Sie den USB-Stick an und sichern Sie vorhandene Dateien, da der Datenträger beim Erstellen des Startmediums überschrieben werden kann.
Schritt3
Öffnen Sie unter Ubuntu den „Startup Disk Creator“ beziehungsweise den Image Writer Ihrer Distribution.

Ubuntu Startup Disk Creator mit ausgewählter ISO-Datei

Schritt4
Wählen Sie die ISO als Quell-Image und den angeschlossenen USB-Stick als Ziellaufwerk aus.

Ubuntu Startup Disk Creator bei der Wahl des USB-Ziels

Schritt5
Bestätigen Sie das Löschen beziehungsweise Überschreiben des USB-Sticks, nachdem Sie das Ziel noch einmal geprüft haben.
Schritt6
Starten Sie die Erstellung des Startmediums, warten Sie bis zum Abschluss und testen Sie den Stick anschließend über das Bootmenü.

Nicht jede ISO ist für denselben Schreibweg gebaut. Startet ein korrekt geschriebenes Medium nicht, prüfen Sie zuerst Bootmodus und Image-Typ, bevor Sie den Stick mit unveränderten Einstellungen erneut formatieren.

Video-ISO nur als Datei auf USB speichern

Eine Video-DVD-ISO ist eine andere Aufgabe als ein startfähiges Windows- oder Linux-Medium. Sie wird zunächst aus eigenen Videodateien erstellt und danach als gewöhnliche ISO-Datei auf den USB-Stick kopiert.

DVDFab DVD Creator für Video-ISOs

DVDFab DVD Creator eignet sich, wenn Sie eigene Videos mit Menü als DVD-5, DVD-9, ISO oder VIDEO_TS-Ordner ausgeben möchten. Kapitel, Untertitel und mehrere Tonspuren lassen sich dabei innerhalb eines DVD-Projekts organisieren. Wer dagegen ISO-Dateien konvertieren möchte, bewegt sich in einem anderen Aufgabenbereich; das gehört zur Dateikonvertierung und nicht zum Erstellen eines bootfähigen USB-Sticks.

Für diesen Sonderfall sind drei Funktionen unmittelbar relevant: anpassbare Menüvorlagen, eine Warteschlange für mehrere Projekte und Hardwarebeschleunigung auf unterstützten Systemen. Das Programm ist für Video-DVD-Projekte geeignet, nicht für das Flashen einer vorhandenen Betriebssystem-ISO.

DVDFab DVD Creator

DVDFab DVD Creator

Mit DVDFab DVD Creator erstellen Sie aus eigenen Videodateien eine DVD-ISO oder einen VIDEO_TS-Ordner und speichern die Ausgabe anschließend als Datei auf USB.
Passende Funktionen:

✔ DVD-5, DVD-9, ISO und VIDEO_TS als Ausgabe für Video-DVD-Projekte
Video auf DVD brennen und Menüs mit Hintergrund, Musik, Schaltflächen und Kapiteln gestalten
✔ Mehrere Projekte in einer Aufgabenliste organisieren
✔ Hardwarebeschleunigung auf unterstützten Systemen nutzen; die tatsächliche Dauer hängt von System, Quelle und Einstellungen ab
✔ Untertitel und mehrere Tonspuren in das DVD-Projekt einbinden
✔ Eigene Videodateien für persönliche, nicht kommerzielle Projekte verarbeiten

Der Menüeditor ist besonders dann sinnvoll, wenn die ISO später als Disc-Struktur archiviert oder auf eine DVD geschrieben werden soll. Beim Erstellen einer Video-ISO bleibt die Ausgabe eine Datei; das Kopieren auf USB erzeugt keinen Installations-Stick.

Video-ISO mit DVDFab DVD Creator erstellen

Schritt1
Installieren Sie DVDFab, öffnen Sie das Modul „Creator“ und wählen Sie „DVD Creator“.
Schritt2
Fügen Sie die eigenen Videodateien hinzu, aus denen die Video-DVD beziehungsweise ISO-Datei erstellt werden soll.

DVDFab DVD Creator beim Hinzufügen eigener Videos

Schritt3
Öffnen Sie „Erweiterte Einstellungen“ und „Menüeinstellungen“. Legen Sie DVD-5 oder DVD-9, Videoqualität, Kapitel, Tonspuren und Untertitel fest und passen Sie bei Bedarf das Disc-Menü an.

DVDFab DVD Creator mit erweiterten Einstellungen für die ISO-Ausgabe

DVDFab DVD Creator bei der Gestaltung eines DVD-Menüs

Schritt4
Wählen Sie ISO als Ausgabe, bestimmen Sie den Speicherort und klicken Sie auf „Start“, um die Video-DVD-ISO zu erstellen.

DVDFab DVD Creator beim Speichern einer Video-DVD als ISO

ISO-Datei mit Leawo DVD Creator für USB erstellen

Leawo DVD Creator für ein Video-ISO-Projekt

Leawo DVD Creator ist eine weitere Möglichkeit, eigene Videodateien als DVD, DVD-Ordner oder ISO-Image auszugeben. Auch hier entsteht kein bootfähiger Windows- oder Linux-Stick: Die Software erstellt zunächst eine Video-ISO, die anschließend auf einem USB-Stick gespeichert werden kann.

Video-ISO mit Leawo DVD Creator erstellen

Schritt1
Öffnen Sie in Leawo Prof. Media das Modul „Brennen“ und fügen Sie die gewünschten Quellvideos hinzu. Legen Sie anschließend DVD-5 oder DVD-9, Seitenverhältnis sowie benötigte Ton- und Untertitelspuren fest.

Leawo DVD Creator beim Import eigener Videos

Schritt2
Wählen Sie bei Bedarf eine Disc-Menüvorlage und passen Sie Text, Hintergrund und weitere Menüelemente an. Ohne Menü kann die entsprechende Option deaktiviert werden.

Leawo DVD Creator mit Menüeinstellungen

Schritt3
Klicken Sie auf „Brennen“ und wählen Sie bei „Brennen auf“ die ISO-Datei als Ausgabe. Bestimmen Sie anschließend den gewünschten Speicherort.

Leawo DVD Creator bei den Einstellungen für die ISO-Ausgabe

Schritt4
Starten Sie die Erstellung der ISO-Datei. Nach Abschluss kann die fertige Video-ISO auf den USB-Stick kopiert werden, falls der Stick nicht direkt als Speicherort gewählt wurde.

Leawo DVD Creator nach Abschluss der Video-ISO-Erstellung

ISO-Datei anschließend auf USB kopieren

Um die fertige ISO auf USB zu speichern, schließen Sie den Stick an, prüfen den freien Platz und kopieren die Datei mit Explorer oder Finder. Bei einer einzelnen ISO über 4 GB muss das Dateisystem diese Dateigröße unterstützen.

Schritt1
Warten Sie, bis DVDFab die Video-ISO vollständig erstellt und im gewählten Zielordner gespeichert hat.
Schritt2
Schließen Sie den USB-Stick an und prüfen Sie freien Speicher sowie Dateisystem. Eine einzelne ISO über 4 GB lässt sich nicht auf FAT32 speichern.
Schritt3
Kopieren Sie die fertige ISO-Datei mit Explorer oder Finder auf den USB-Stick.
Schritt4
Werfen Sie den Stick sauber aus und prüfen Sie die Datei am gewünschten Wiedergabegerät.

Wichtig bleibt die Trennung: Diese ISO-Datei brennen oder kopieren heißt nicht, dass der Stick ein Betriebssystem starten kann.

Boot-Probleme systematisch beheben

Diagnoseweg für Boot-Probleme mit Rufus, Etcher, UEFI, GPT und Secure Boot

Wenn ein bootfähiger Stick nicht startet, prüfen Sie drei Punkte nacheinander: Wurde das Image vollständig geschrieben, erkennt die Firmware den USB-Stick und passt der Bootmodus zu GPT oder MBR? Diese Reihenfolge grenzt den Fehler meist schneller ein als ein sofortiger Wechsel zu einem anderen Programm.

Stick fehlt im BIOS oder Bootmenü

Schritt1
Testen Sie einen anderen USB-Port, bei älteren Rechnern bevorzugt auch einen USB-2.0-Port.
Schritt2
Öffnen Sie das einmalige Bootmenü. Dass Windows den Stick sieht, bedeutet noch nicht, dass die Firmware ihn als Startmedium erkennt.
Schritt3
Gleichen Sie UEFI oder Legacy BIOS mit dem verwendeten Partitionsschema GPT oder MBR ab.
Schritt4
Prüfen Sie Secure Boot nur dann als Ursache, wenn die verwendete ISO oder deren Bootloader damit nicht kompatibel ist.
Schritt5
Vergleichen Sie die ISO-Prüfsumme und schreiben Sie das Abbild bei Verdacht erneut.
Schritt6
Bei einer Hybrid-ISO können Sie zwischen ISO- und DD-Modus wechseln oder einen Image Writer verwenden, der die Image-Struktur direkt übernimmt.

Prüfen Sie zuerst Port, Bootmenü und Firmwaremodus. Diese drei Punkte liefern meist mehr Erkenntnis als ein sofortiger Wechsel zu einem weiteren Tool.

Partitionen und Speicherplatz wiederherstellen

Nach Rufus, Etcher oder dd kann ein USB-Stick mehrere Partitionen oder weniger nutzbare Kapazität anzeigen. Das ist häufig eine Folge der geschriebenen Image-Struktur und lässt sich durch eine neue Partitionierung beheben.

Schritt1
Sichern Sie noch benötigte Dateien und prüfen Sie Gerätename sowie Kapazität des USB-Sticks erneut.
Schritt2
Öffnen Sie unter Windows die Datenträgerverwaltung, unter macOS das Festplattendienstprogramm oder unter Linux ein Partitionswerkzeug.
Schritt3
Löschen Sie ausschließlich die Partitionen des eindeutig identifizierten USB-Sticks.
Schritt4
Erstellen Sie über den gesamten freien Bereich ein neues Volume und formatieren Sie es passend zum geplanten Einsatz.
Schritt5
Bleibt der Stick schreibgeschützt, prüfen Sie einen physischen Sperrschalter, Zugriffsrechte und den Zustand des Datenträgers.

Dieser Schritt entfernt die Boot-Struktur. Danach dient der Stick wieder als normales Speichermedium und muss für einen späteren Startvorgang erneut geflasht werden.

Häufige Fragen zu ISO und USB

Die folgenden Antworten behandeln Entscheidungen, die über die Hauptanleitungen hinausgehen.

Kann ich mehrere ISO-Dateien auf einem USB-Stick nutzen?

Ein klassisch geflashter Stick enthält gewöhnlich ein startfähiges Abbild. Für mehrere ISO-Dateien ist ein Multiboot-Werkzeug wie Ventoy vorgesehen; es richtet zuerst eine eigene Boot-Umgebung ein, danach werden kompatible ISO-Dateien auf den Stick kopiert.

Wann sollte ich statt Rufus ein anderes Schreibprogramm verwenden?

Wenn eine Linux- oder Hybrid-ISO im Rufus-ISO-Modus nicht startet, kann Etcher oder der DD-Modus besser zum Aufbau des Abbilds passen. Entscheidend ist nicht eine pauschale Rangfolge, sondern welcher Schreibmodus die Originalstruktur der jeweiligen ISO korrekt übernimmt.

Ist das Programm ISO to USB heute noch empfehlenswert?

Stand Juli 2026 ist das gleichnamige Programm ISO to USB als Legacy-Werkzeug einzuordnen; seine Kompatibilitätsangaben und Aktualisierung sind älter. Für aktuelle Windows-Medien sind Rufus oder der offizielle Microsoft-Weg die nachvollziehbareren Optionen.

Fazit: Welcher ISO-to-USB-Weg passt?

Bei ISO to USB unter Windows würde ich zwei Fälle trennen: Das Media Creation Tool passt zu einem aktuellen Windows-Installationsmedium mit möglichst wenig manueller Einrichtung. Rufus ist sinnvoller, wenn bereits eine ISO vorliegt oder UEFI, GPT, MBR und Schreibmodus gezielt festgelegt werden müssen. Ventoy eignet sich für einen wiederverwendbaren Multiboot-Stick; unter macOS und Linux übernehmen Image Writer oder dd das Schreiben.

Soll die ISO nur gespeichert werden, kopieren Sie sie wie eine normale Datei auf den USB-Stick. Eine ISO von einem USB-Stick zu erstellen ist dagegen eine Sicherungsaufgabe und erfordert ein Laufwerksabbild. DVDFab DVD Creator gehört nur in den getrennten Fall, in dem aus eigenen Videos zunächst eine DVD-ISO mit Menü erstellt wird.

Verwenden Sie Installations- und Videoabbilder nur für Inhalte und Systeme, zu deren Nutzung Sie berechtigt sind, und beachten Sie die an Ihrem Standort geltenden Vorgaben.