CloneDVD 2026: aktuelle Version, Download, Test und Alternative

CloneDVD eignet sich 2026 weiterhin für ältere oder ungeschützte DVDs. Bei komplexeren DVD-Strukturen stoßen die klassischen Funktionen jedoch an Grenzen. Wenn Sie aktuelle Discs oder einen gepflegten Kopier-Workflow verarbeiten möchten, ist eine aktuell unterstützte Alternative die passendere Wahl.

Viele Beiträge verweisen noch auf frühere Download-Quellen von SlySoft oder RedFox, die heute nicht als aktuelle Bezugsquellen dienen. Für die Einordnung sollten Sie deshalb die offizielle Verfügbarkeit von der Frage trennen, wie gut CloneDVD mit modernen DVD-Strukturen zurechtkommt.

Was ist CloneDVD? Kurz erklärt

CloneDVD mit den drei Aufgaben Kopieren, Hauptfilm und DVD9-zu-DVD5-Kompression

CloneDVD von Elaborate Bytes ist ein schlankes Kopierprogramm für DVD-Video. Es übernimmt komplette Discs oder ausgewählte Titel, kann Menüs einbeziehen oder weglassen und passt die Zielgröße beim Transkodieren an. Eine DVD-9 lässt sich dadurch auf die Kapazität einer DVD-5 verkleinern, wobei bei stärkerer Kompression Bildqualität verloren gehen kann.

  • komplette DVD oder Hauptfilm kopieren
  • Titel, Kapitel, Tonspuren und Untertitel auswählen
  • Menüs einbeziehen oder entfernen
  • Zielgröße anpassen und DVD-9 auf DVD-5 komprimieren

MP4, MKV oder andere moderne Videodateien gehören nicht zum Funktionsumfang. CloneDVD bleibt damit ein DVD-Kopierer und kein allgemeiner Video-Konverter.

Aktuelle Version und Changelog

Die offizielle Elby-Seite führt CloneDVD 2.9.3.8. Die zugehörige Release-Note stammt vom 6. März 2025, und die offizielle Download-Seite ist 2026 erreichbar. Dieser Versionsstand bestätigt die Verfügbarkeit, sagt jedoch nichts darüber aus, wie gut moderne DVD-Strukturen unterstützt werden.

Genau das machte CloneDVD früher so beliebt. Ich selbst habe es jahrelang genutzt – zu einer Zeit, in der DVDs technisch einfacher waren und die meisten Kopierschutzmechanismen noch recht überschaubar wirkten. Dieses ursprüngliche Konzept stößt jedoch heute an Grenzen. CloneDVD verlässt sich vollständig darauf, dass das DVD-Laufwerk eine Disc lesbar liefert. Es besitzt keine eigene Entschlüsselung und behebt auch keine strukturellen Fehler. Das war früher kein Problem, heute aber schon – denn aktuelle Film-DVDs arbeiten mit Mechanismen, die klassische Kopierprogramme leicht aus dem Tritt bringen, etwa:

  • absichtlich eingebaute Navigationsfallen (ArccOS-ähnliche Strukturen)
  • zersplitterte Kapitelketten
  • modernere CSS-Varianten oder zusätzliche Prüfroutinen

CloneDVD im Test 2026: Was funktioniert noch, was nicht?

CloneDVD im Vergleich: alte DVDs laufen stabil, moderne Discs verursachen Strukturfehler

In meinem Test zeigte sich genau das. Ältere DVDs liefen fast wie früher durch, während neuere Discs CloneDVD schnell überfordern – mal erkennt es das Menü nicht, mal bleibt der Lesevorgang hängen. Und genau diese Diskrepanz zwischen „früher völlig ausreichend“ und „heute technisch überholt“ wird im Praxistest besonders sichtbar.

🟢Ältere oder ungeschützte DVDs – CloneDVD fühlt sich an wie früher

Als ich mit meinen ältesten DVDs angefangen habe – einfache Familienaufnahmen, ein paar ältere Kauf-DVDs –, hatte ich kurz das Gefühl, CloneDVD sei nie aus der Zeit gefallen. Das Programm liest diese Discs fast schon gelassen ein, erkennt Menü, Hauptfilm, Kapitel, alles ohne merkbare Mühe. Man spürt richtig, dass CloneDVD für genau diese Art von Material gebaut wurde: klare Strukturen, keine verschachtelten Titel, keine Tricks.

In diesen Momenten erinnert CloneDVD an ein Werkzeug, das einfach tut, wofür es damals entwickelt wurde. Die Kopie lief stabil durch, die Kompression funktionierte erwartbar sauber, und auch ein ISO-Image ließ sich problemlos erstellen. Wenn jemand 2026 ausschließlich solche alten oder selbst gebrannten DVDs sichern möchte, hätte ich wenig Einwände – dafür ist CloneDVD nach wie vor brauchbar.

🟡DVDs mit leichteren Schutzmechanismen – CloneDVD kommt noch durch, aber sichtbar schwerfälliger

Bei den ersten Film-DVDs aus den späten 2000ern wurde das Verhalten schon weniger souverän. CloneDVD erkennt die Inhalte, aber man merkt, dass die Software mit den Strukturen kämpft:
Das Einlesen dauerte länger, Kapitelketten wirkten ungewöhnlich zerstückelt, und manchmal tauchen Titel auf, die gar nicht zum Film gehören.

Technisch ist das nicht überraschend. Viele Discs aus dieser Zeit arbeiten mit einfacheren Varianten von CSS oder frühen Strukturmanipulationen, die modernen Programmen egal sind, aber CloneDVD nicht automatisch korrigieren kann. Das Programm versucht, die Disc so zu übernehmen, wie sie kommt – was es einerseits charmant simpel, andererseits aber extrem empfindlich macht.

Bei meinem Test liefen diese Discs zwar meistens durch, aber nie so sauber wie früher. Es ist dieser Bereich, in dem man merkt: CloneDVD funktioniert noch – aber eher trotz als wegen seiner Technik.

🔴Moderne Film-DVDs – hier stößt CloneDVD unmissverständlich an Grenzen

Die eigentliche Zäsur kam, als ich aktuelle Spielfilme aus den letzten Jahren eingelegt habe. Hier wirkte CloneDVD plötzlich völlig fehl am Platz. Bei einer Disc hing das Einlesen bereits nach wenigen Prozent, ohne Fehlermeldung – einfach Stillstand. Bei einer anderen zeigte CloneDVD auf einmal knapp über 80 mögliche „Hauptfilme“ an, ein typisches Symptom des 99-Titel-Tricks. Die Navigationsstrukturen sehen auf den ersten Blick völlig chaotisch aus, und CloneDVD übernimmt dieses Chaos ungefiltert.

Das Programm soll weder moderne CSS-Layer analysieren noch kunstvoll verschachtelte Titelketten entwirren – und genau deshalb scheitert es daran. Wenn das Menü leer bleibt, der Hauptfilm in Dutzende Fragmente zerfällt oder das ISO später im Player gar nicht erst startet, liegt das nicht daran, dass CloneDVD „kaputt“ ist, sondern weil DVD-Strukturen 2026 einfach andere Erwartungen an Software stellen als früher.

CloneDVD im Vergleich mit einfachen und komplexeren DVD-Strukturen

Beim Testen hatte ich ständig das Gefühl, zwei verschiedene Werkzeuge vor mir zu haben: Eines, das alte DVDs fast schon liebevoll behandelt – und ein anderes, das moderne Strukturen nicht einmal erkennt.

MerkmalStand 2026Einordnung
KopierfunktionenKomplette DVD, Hauptfilm, Titel- und Kapitelwahl, MenübehandlungFür klassische DVD-Video-Aufgaben weiterhin gut überschaubar
KompressionZielgröße frei einstellbar, DVD-9 auf DVD-5 möglichStärkere Kompression kann die Bildqualität sichtbar reduzieren
AusgabeDVD-Video auf Disc oder Festplatte, klassische DVD-StrukturKeine Ausgabe in MP4 oder MKV
Geschützte DiscsCloneDVD selbst enthält keine EntschlüsselungElby beschreibt das Programm für ungeschützte DVDs
SystemWindows, einschließlich Windows 11 und Windows 10Keine aktuelle macOS-Version
Version und LizenzVersion 2.9.3.8, Release vom 6. März 2025, 21 Tage TestphaseOffizielle Elby-Download- und Kaufseiten sind erreichbar

Wie verwendet man CloneDVD zum DVD-Klonen?

CloneDVD-Ablauf von der DVD-Auswahl über Kompression bis zum Ausgabeziel

Schritt 1: CloneDVD herunterladen und die DVD einlegen

Nach der Installation der Software auf Ihrem PC legen Sie die DVD ein, die Sie klonen möchten. Wählen Sie die Option „Clone DVD“ im Hauptmenü aus. CloneDVD erkennt die Disc automatisch oder Sie können den VIDEO_TS-Ordner manuell hinzufügen; bei der Laufwerkswahl unter Windows ist der HandBrake-DVD-Ripper eine zusätzliche Orientierung.

Wie verwendet man CloneDVD zum DVD-Klonen?

Schritt 2: Einstellungen anpassen (Optional)

Verwenden Sie den Schieberegler oder geben Sie das gewünschte Kompressionsverhältnis ein, um optimale Qualität zu gewährleisten.

Wie verwendet man CloneDVD zum DVD-Klonen?

Sie können die AudioTracks und Untertitel auswählen, die in die geklonte DVD aufgenommen werden sollen, bevor Sie den Klonvorgang starten.

Anpassen der Einstellungen von CloneDVD

Schritt 3: Zielort auswählen

Für eine möglichst originalnahe lokale Sicherung wählen Sie das Brennen auf eine leere DVD, eine ISO-Datei oder einen VIDEO_TS-Ordner. Beim DVD kopieren und brennen bleibt das klassische Disc-Ziel im Mittelpunkt.

Für PC, NAS oder Mobilgeräte sind MP4 und MKV die passendere Dateiausgabe; dafür benötigen Sie eine separate, unterstützte Lösung wie eine MakeMKV-Alternative oder einen DVD-Converter. CloneDVD konzentriert sich auf klassische DVD-Ziele.

CloneDVD: Wählen Sie das Ausgabeziel

CloneDVD-Alternative: DVDFab DVD Copy

DVDFab DVD Copy mit Quelle, Kopiermodus und Ausgabeziel für DVD-Sicherungen

DVDFab DVD Copy ist die naheliegende Alternative, wenn mehrere Kopiermodi, ISO- und Ordnerausgabe sowie eine aktuell gepflegte DVD-Software gefragt sind. CloneDVD bleibt dagegen bewusst auf seinen klassischen DVD-Funktionsumfang beschränkt.

CloneDVD-Alternative DVDFab DVD Copy

DVDFab DVD Copy

DVDFab DVD Copy bietet sechs Kopiermodi und gibt DVD-Inhalte als Disc, ISO-Datei oder DVD-Ordner aus. DVD-9-Inhalte lassen sich bei Bedarf an eine DVD-5-Zielgröße anpassen.

Funktionen im Überblick

DVDFab DVD Copy
  • Sechs Kopiermodi: Komplett, Hauptfilm, Klonen/Brennen, Verbinden, Trennen und Anpassen
  • Ausgabe als DVD, ISO-Datei oder DVD-Ordner
  • DVD-9 kann an eine DVD-5-Zielgröße angepasst werden
  • Windows 11/10 64-Bit; aktuelle macOS-Versionen ab macOS 12
  • 30 Tage Testphase für bis zu drei DVDs

DVDs mit DVDFab DVD Copy sichern

Wählen Sie den Kopiermodus nach dem gewünschten Ergebnis: „Komplett“ für die gesamte DVD, „Hauptfilm“ für den Haupttitel und „Anpassen“, wenn Titel, Kapitel, Tonspuren oder Untertitel gezielt ausgewählt werden sollen.

Schritt1

Quelle laden. Öffnen Sie in DVDFab das Modul „Copy“ und legen Sie die DVD ein. ISO-Dateien und DVD-Ordner können ebenfalls als Quelle geladen werden.

DVDFab DVD Copy beim Laden einer DVD-Quelle

Schritt2

Kopiermodus und Inhalte festlegen. Wählen Sie den gewünschten Modus und passen Sie bei Bedarf Titel, Kapitel, Tonspuren, Untertitel und Zielgröße an. Prüfen Sie die Auswahl vor dem Start noch einmal.

DVDFab DVD Copy mit Auswahl von Kopiermodus und Inhalten

DVDFab DVD Copy bei der Prüfung der Ausgabe

Schritt3

Ausgabeziel wählen und starten. Legen Sie Disc, ISO-Datei oder Ordner als Ziel fest, prüfen Sie die Zusammenfassung und starten Sie den Kopiervorgang.

DVDFab DVD Copy beim Start des Kopiervorgangs

FAQs zu CloneDVD

Q

Ist CloneBD dasselbe wie CloneDVD?

Nein. Elby führt CloneBD weiterhin als separates Produkt für ungeschützte Blu-rays. CloneDVD ist ausschließlich auf DVD-Video ausgerichtet.

A

Q

Ist CloneDVD kostenlos und wie funktioniert die Testphase?

CloneDVD kann offiziell 21 Tage kostenlos getestet werden. Danach ist eine registrierte Lizenz erforderlich, wenn Sie das Programm weiterverwenden möchten.

A

Q

Gibt es CloneDVD Mobile noch?

CloneDVD Mobile gehört nicht mehr zum aktuellen Elby-Downloadangebot. Die letzte bekannte RedFox-Version 1.9.5.0 stammt aus dem Jahr 2016. Für eine neue Installation sollte die alte Software deshalb nicht mit dem weiterhin gepflegten CloneDVD verwechselt werden.

A

Q

Darf ich meine eigene DVD in Deutschland kopieren?

§ 53 UrhG erlaubt private Kopien unter bestimmten Voraussetzungen. Wirksame technische Schutzmaßnahmen dürfen nach § 95a UrhG jedoch nicht ohne Zustimmung des Rechtsinhabers umgangen werden. CloneDVD selbst ist für ungeschützte DVDs vorgesehen.

A

Fazit

CloneDVD ist 2026 weder verschwunden noch grundsätzlich veraltet: Elby bietet Version 2.9.3.8 weiterhin offiziell an, Windows 11 wird unterstützt und die Testphase beträgt 21 Tage. Für ungeschützte DVDs, Hauptfilm-Kopien und DVD-9-zu-DVD-5-Kompression bleibt das Programm angenehm direkt.

Die Grenzen beginnen dort, wo eine Quelle nicht frei lesbar ist oder modernere Ausgabeziele gefragt sind. Für MP4 und MKV brauchen Sie einen Ripper oder Converter; für zusätzliche Kopiermodi sowie ISO- und Ordnerausgabe ist DVDFab DVD Copy eine aktuell gepflegte Alternative.