2 interne Blu-ray-Brenner im Test: ASUS, LG und Alternativen
Zusammenfassung: Wer einen internen Blu-ray-Brenner sucht, findet nur noch wenige aktuelle Modelle. Dieser Vergleich zeigt, wie ASUS BW-16D1HT und LG BH16NS55 bei BDXL, M-Disc und Verfügbarkeit einzuordnen sind und wie sich Blu-rays anschließend mit DVDFab Blu-ray Copy auf Disc, ISO oder als Ordner sichern lassen.

Ein Blu-ray-Brenner intern lohnt sich vor allem, wenn Sie BD-R, BD-RE, BDXL oder M-Disc regelmäßig nutzen und das Laufwerk fest in einen Desktop-PC einbauen möchten. ASUS BW-16D1HT, LG BH16NS55 und Pioneer BDR-S12UHT unterscheiden sich bei Verfügbarkeit, Medienunterstützung und UHD-Funktionen deutlich. Im Vergleich sehen Sie, welches Modell zu Ihrem Einsatz passt und wie DVDFab Blu-ray Copy den anschließenden Kopier- und Brennablauf übernimmt.

Interne Blu-ray-Brenner im Test

ASUS BW-16D1HT und LG BH16NS55 im Vergleich
| Modell | Aktueller Status | BDXL und M-Disc | Anschluss | Besonders interessant für |
|---|---|---|---|---|
| ASUS BW-16D1HT | Von ASUS Deutschland weiterhin gelistet | M-Disc, BDXL bis 128 GB | SATA | Allround-Backup und Archivierung |
| LG BH16NS55 | Von LG als eingestellt geführt | M-Disc; BDXL je nach Medium | SATA | Vorhandene Geräte und Restbestände |
| Pioneer BDR-S12UHT | Offizielle EU-Produktseite verfügbar | M-Disc, BDXL bis 128 GB | SATA | BDXL und Ultra HD Blu-ray lesen |
Alle drei Modelle sind klassische interne 5,25-Zoll-Laufwerke mit SATA. Beim Kauf würde ich nicht nur auf die maximale Schreibgeschwindigkeit schauen. Wichtiger sind die Rohlinge, die Sie tatsächlich verwenden möchten, die aktuelle Verfügbarkeit und die Frage, ob Sie nur Daten brennen oder auch Film-Blu-rays als Disc, ISO oder Ordner sichern möchten.
Preise und Verfügbarkeit in Deutschland
Der ASUS BW-16D1HT ist derzeit am leichtesten einzuordnen. ASUS Deutschland führt das Modell weiterhin und verlinkt Händlerangebote. Beim LG BH16NS55 sieht es anders aus: LG kennzeichnet das Laufwerk inzwischen als eingestellt, obwohl Restbestände und gebrauchte Geräte noch auftauchen können. Der Pioneer BDR-S12UHT besitzt weiterhin eine offizielle europäische Produktseite, die tatsächliche Händlerverfügbarkeit kann aber schwanken.
Wenn Sie nicht nur Dateien auf einen Rohling schreiben, sondern eine Blu-ray als Disc, ISO oder Ordner sichern möchten, brauchen Sie zusätzlich passende Software. Hier ist DVDFab Blu-ray Copy die naheliegende Ergänzung, weil Kopieren, Komprimieren und Brennen in einem Ablauf zusammenlaufen.

LG BH16NS55 für Archivierung und BDXL
Der LG BH16NS55 ist ein interner SATA-Brenner mit 16-facher BD-R-Schreibgeschwindigkeit und M-Disc-Unterstützung. Technisch bleibt er für große optische Archive interessant, gerade wenn bereits ein funktionierendes Exemplar vorhanden ist. Für einen Neukauf ist die Situation weniger bequem, weil LG das Modell inzwischen als eingestellt führt.
Die frühere Darstellung als Laufwerk mit eigener 2D-zu-3D-Konvertierung würde ich nicht übernehmen. Solche 3D-Funktionen hängen in erster Linie von Wiedergabesoftware und Videoformat ab, nicht von einer besonderen Konvertierungsfunktion des Brenners.

Beim BH16NS55 würde ich vor dem Kauf vor allem auf Zustand, Firmware und die gewünschten Rohlinge achten. Die offizielle LG-Seite nennt SATA und M-Disc, Support-Seiten führen weiterhin Firmware bis Version 1.05. Gerade bei BDXL-Medien lohnt sich ein Blick auf die konkret unterstützten Disc-Typen und Schreibgeschwindigkeiten.

Auch die frühere Aussage, der BH16NS55 unterstütze macOS grundsätzlich nicht, ist zu pauschal. LG nennt auf der Produktseite Windows 10 als unterstütztes System; ob das Laufwerk über ein passendes Gehäuse am Mac erkannt wird, ist davon zu trennen. Für macOS brauchen Sie in jedem Fall Software, die das gewünschte Brenn- oder Kopierziel unterstützt.
ASUS BW-16D1HT für BDXL und M-Disc
Der ASUS BW-16D1HT ist aktuell die klarere Kaufempfehlung in diesem Vergleich. ASUS Deutschland listet ihn weiterhin als internen SATA-Brenner für Windows 11, 10 und ältere unterstützte Windows-Versionen. Er schreibt BD-R mit bis zu 16-facher Geschwindigkeit, unterstützt M-Disc und BDXL-Medien mit bis zu 128 GB.
ASUS nennt außerdem OTS für die automatische Anpassung der Brennstrategie sowie E-Green zum Energiesparen. Solche Zusatzfunktionen sind nett, wichtiger ist mir aber die breite Medienunterstützung. Wer 25-, 50-, 100- oder 128-GB-Medien einsetzen möchte, bekommt hier eine deutlich besser dokumentierte Basis als bei vielen Restposten älterer Laufwerke.

Der Brenner braucht einen freien 5,25-Zoll-Schacht, SATA-Datenanschluss und SATA-Strom. Vor dem Kauf sollten Sie trotzdem beim Händler prüfen, welche Ausführung angeboten wird und ob Kabel oder Software beiliegen, denn ASUS weist selbst darauf hin, dass Ausstattung und Verfügbarkeit je nach Markt variieren können.

Für ein neues internes Laufwerk würde ich den ASUS deshalb vor dem LG wählen, wenn BDXL und M-Disc gefragt sind. Wer zusätzlich Ultra HD Blu-ray als BD-ROM lesen möchte, sollte sich den Pioneer BDR-S12UHT ansehen, der diese Funktion auf seiner offiziellen europäischen Produktseite ausdrücklich aufführt.
Praxistest mit 2D- und 3D-Blu-rays
Im vorhandenen Testlauf wurden LG BH16NS55 und ASUS BW-16D1HT mit 2D- und 3D-Blu-rays verglichen. Die Ergebnisse sind nützlich als Praxiseindruck, aber nicht als allgemeiner Qualitätsnachweis, weil Disc, Rohling, Firmware und Laufwerkscharge das Verhalten beeinflussen können.
Testumgebung:
- PC mit Windows 11, Intel i7-12700K, 32 GB RAM
- Verbatim BD-R 25 GB und BD-RE 50 GB
- DVDFab Blu-ray Copy 13 und MakeMKV 1.17
| Modell | 2D-Blu-ray | 3D-Blu-ray | Schreibeindruck |
|---|---|---|---|
| LG BH16NS55 | Stabil eingelesen | Wenige Rescans | Gleichmäßig |
| ASUS BW-16D1HT | Stabil eingelesen | Mehr Lesewiederholungen | Leicht schwankend |
In diesem Lauf lagen beide Modelle bei 2D-Blu-rays nah beieinander. Beim 3D-Test brauchte der ASUS mehr Lesewiederholungen. Ich würde daraus aber keine pauschale Rangliste ableiten. Für einen neuen Kauf wiegt die aktuelle Dokumentation und Verfügbarkeit des ASUS schwerer als ein einzelner Testlauf, während ein vorhandener BH16NS55 weiterhin sehr brauchbar sein kann.
Blu-rays mit DVDFab Blu-ray Copy brennen
Wenn Laufwerk und Rohling feststehen, übernimmt DVDFab Blu-ray Copy den eigentlichen Disc-Workflow. Für eine 1:1-Kopie eignet sich Klonen/Brennen; für komplette oder gezielt ausgewählte Inhalte stehen weitere Kopiermodi bereit. Außerdem können Sie eine Blu-ray als ISO oder Ordner ausgeben oder eine größere BD-50 auf BD-25 komprimieren.
Bei Film-Blu-rays sollten Sie die rechtliche Seite getrennt vom technischen Ablauf betrachten. In Deutschland erlaubt § 53 UrhG private Kopien nur innerhalb seiner Voraussetzungen; § 95a UrhG enthält zusätzlich Regeln für wirksame technische Schutzmaßnahmen.
Öffnen Sie das Modul Copy und legen Sie die Blu-ray ein. ISO-Dateien und Blu-ray-Ordner können ebenfalls als Quelle geladen werden.

Für eine unveränderte 1:1-Kopie wählen Sie Klonen/Brennen. Komplett, Hauptfilm, Anpassen und Zusammenführen decken andere Backup-Ziele ab.

Wählen Sie den Blu-ray-Brenner für eine neue Disc oder speichern Sie das Ergebnis als ISO beziehungsweise Ordner. Bei BD-50 auf BD-25 wird die Datenmenge reduziert, deshalb ist das nicht mit einem unveränderten 1:1-Klon gleichzusetzen.

Starten Sie die Aufgabe und prüfen Sie die fertige Disc, ISO-Datei oder den Ordner anschließend noch einmal. Gerade bei Archivkopien lohnt sich eine kurze Verifikation.
Interne Blu-ray-Brenner richtig auswählen

Ein interner Blu-ray-Brenner ist vor allem für Desktop-PCs interessant, die noch einen freien 5,25-Zoll-Schacht besitzen. Für normale BD-R und BD-RE reicht ein klassischer Blu-ray-Writer. Wer größere Archive plant, sollte gezielt auf BDXL und M-Disc achten. UHD-Blu-ray ist ein eigener Punkt: Ein Laufwerk kann BDXL schreiben, ohne automatisch jede Ultra HD Blu-ray lesen oder am PC wiedergeben zu können.

Interner Einbau oder externes Gehäuse
Für den direkten Einbau brauchen Sie SATA-Daten, SATA-Strom und genügend Platz im Gehäuse. Ein internes Laufwerk lässt sich auch in einem geeigneten 5,25-Zoll-USB-SATA-Gehäuse mit eigener Stromversorgung verwenden. Wenn Sie keinen freien Schacht haben, ist ein fertiger externer Blu-ray-Brenner meist unkomplizierter.

BD-R, BD-RE, BDXL und M-Disc
BD-R ist einmal beschreibbar, BD-RE wiederbeschreibbar. BDXL erweitert die Kapazität je nach Medium auf 100 oder 128 GB. M-Disc richtet sich an Archivierungszwecke, verlangt aber ein kompatibles Laufwerk. Prüfen Sie bei jedem Modell getrennt, welche Medien es lesen und welche es tatsächlich schreiben kann.
Schreibgeschwindigkeit nicht überbewerten
16-fach klingt besser als 8-fach, sagt allein aber wenig über die Qualität eines Brennvorgangs aus. Rohling, Firmware, Brennstrategie und Zustand des Laufwerks spielen ebenfalls eine Rolle. Ich würde für wichtige Archive lieber einen kompatiblen Rohling verwenden und die fertige Disc verifizieren, statt nur die maximale Zahl auf dem Karton auszureizen.

Lautstärke und Laufwerkszustand
Beim Brennen drehen optische Laufwerke hörbar hoch. Für gelegentliche Backups ist das meist nebensächlich, bei häufigem Abspielen kann es störender sein. Bei gebrauchten Laufwerken würde ich zusätzlich auf ungewöhnliche Geräusche, Einzugsprobleme und wiederkehrende Lesefehler achten.

UHD-Wiedergabe separat prüfen
Für das Brennen normaler Blu-ray-Daten braucht der PC keine besondere HDMI-Kette. Für die Wiedergabe geschützter Ultra HD Blu-rays können dagegen Laufwerk, Software, Grafikhardware und Kopierschutzanforderungen eine Rolle spielen. Deshalb sollte die UHD-Wiedergabe nicht aus einer allgemeinen Angabe wie SATA, BDXL oder 16-fach abgeleitet werden.
Häufige Fragen zu internen Blu-ray-Brennern
Lässt sich ein internes SATA-Laufwerk per USB nutzen?
Ja, mit einem für optische 5,25-Zoll-Laufwerke geeigneten USB-SATA-Gehäuse und separater Stromversorgung. Ein direkter SATA-Einbau reduziert mögliche Fehlerquellen, doch auch ein externes Gehäuse kann funktionieren, wenn Laufwerk, Netzteil und Software zusammenpassen.
Welche BDXL-Kapazitäten unterstützen interne Blu-ray-Brenner?
BDXL umfasst Medien mit bis zu 128 GB. Ob ein Laufwerk 100-GB- oder 128-GB-Medien lesen oder schreiben kann, hängt vom jeweiligen Modell und seiner Firmware ab. BDXL-Unterstützung sagt zudem nichts darüber aus, ob UHD-Blu-rays am PC gelesen oder wiedergegeben werden können.
Wie lassen sich Fehlbrände bei M-Disc vermeiden?
Verwenden Sie kompatible M-Disc-Rohlinge, eine moderate Schreibgeschwindigkeit und aktuelle Brennsoftware. Prüfen Sie die Disc anschließend durch erneutes Einlesen oder eine Verifikation. Das senkt das Fehlerrisiko, garantiert aber weder fehlerfreie Datenträger noch eine feste Haltbarkeit.
Wie lange hält ein interner Blu-ray-Brenner?
Eine feste Lebensdauer lässt sich nicht seriös nennen. Nutzungshäufigkeit, Wärme, Staub, Medienqualität und die Mechanik des Einzugs beeinflussen den Verschleiß. Häufige Lesefehler, ungewöhnliche Geräusche oder Probleme beim Einziehen und Auswerfen sind praktische Hinweise, das Laufwerk zu prüfen.
Was braucht der PC für UHD-Blu-rays?
Für UHD-Blu-rays müssen Laufwerk, Wiedergabesoftware und die Systemanforderungen zusammenpassen. Ein SATA-Anschluss allein belegt keine UHD-Wiedergabefähigkeit. Trennen Sie außerdem UHD-Lesen, UHD-Brennen und die Wiedergabe am PC, denn dafür können unterschiedliche Voraussetzungen gelten.
Fazit: Welcher interne Brenner passt?
Wenn Sie heute einen Blu-ray-Brenner intern kaufen möchten, ist der ASUS BW-16D1HT die am einfachsten einzuordnende Wahl aus diesem Vergleich: ASUS listet ihn weiterhin in Deutschland, er unterstützt SATA, M-Disc und BDXL bis 128 GB. Der LG BH16NS55 bleibt technisch interessant, wird von LG aber als eingestellt geführt und ist deshalb eher etwas für vorhandene Geräte oder seriöse Restbestände. Der Pioneer BDR-S12UHT ist eine weitere starke Option, wenn BDXL und das Lesen von Ultra HD Blu-ray wichtig sind. Für den eigentlichen Kopier- und Brennablauf ist DVDFab Blu-ray Copy die passende Ergänzung, wenn Sie Blu-rays als Disc, ISO oder Ordner sichern und zwischen mehreren Kopiermodi wählen möchten.





