Blu-ray rippen: Laufwerk, Software und MKV oder MP4 richtig wählen
Zusammenfassung: Diese Anleitung zeigt, welche Voraussetzungen Sie zum Blu-ray-Rippen brauchen und wie Sie Quelle, Ausgabeprofil und Qualitätskontrolle sinnvoll planen. Sie ordnet DVDFab, MakeMKV, HandBrake, Freemake und Blu-ray Master nach ihrem tatsächlichen Einsatzgebiet ein und erklärt die Wahl zwischen MKV-Remux, H.264 und H.265.

Eine Blu-ray rippen Sie am sinnvollsten mit einem klaren Ausgabeziel. Für Plex oder NAS eignet sich meist MKV, für Fernseher, Browser und Mobilgeräte häufig MP4. Danach entscheiden Laufwerk, freier Speicher sowie die gewünschten Ton- und Untertitelspuren über den passenden Ablauf.
Wenn Sie eigene Blu-rays digitalisieren, wählen Sie zuerst zwischen Archiv, Medienserver und Mobilgerät. So vermeiden Sie unnötiges Neucodieren und müssen große Dateien später nicht noch einmal umwandeln.
Inhaltsverzeichnis
- Hardware prüfen: Verwenden Sie ein erkanntes Blu-ray-Laufwerk und planen Sie je nach Quelle ausreichend freien Speicher ein.
- Quelle laden: Öffnen Sie die Blu-ray-Disc oder eine vorhandene ISO- beziehungsweise Ordnerquelle.
- Profil festlegen: Wählen Sie MKV für Remux und Medienserver oder MP4 für breite Gerätekompatibilität.
- Ausgabe kontrollieren: Prüfen Sie nach dem Export Bild, Tonspur, Kapitel und Untertitel an mehreren Stellen.
Welches Tool passt zu welchem Blu-ray-Ablauf?

Der passende Blu-ray Ripper hängt von Quelle und Ausgabeziel ab. DVDFab verarbeitet Disc, ISO und Ordner direkt, MakeMKV erstellt einen MKV-Remux, HandBrake komprimiert bereits zugängliche Quellen und Freemake konvertiert vorhandene M2TS- oder Ordnerdateien.
| Werkzeug | Einsatz | Quellen und Ausgabe | Systeme und Beschleunigung | Trustpilot |
|---|---|---|---|---|
| DVDFab Blu-ray Ripper | Integrierter Ablauf | Disc, ISO, Ordner; MP4, MKV | Windows, macOS; GPU | 4,5/5 bei 709 Bewertungen |
| MakeMKV | Unveränderter MKV-Remux | Disc oder Datei; MKV | Windows, macOS, Linux; keine GPU-Codierung | 3,7/5 bei 5 Bewertungen |
| Handbrake | Transcoding und Geräteprofile | Zugängliche Disc oder Datei; MP4, MKV, WebM | Windows, macOS, Linux; Hardware-Encoder | 3,7/5 bei 15 Bewertungen |
| Freemake Video Converter | M2TS und Blu-ray-Ordner | Zugängliche Dateien; MP4, MKV, AVI | Windows; Konverter | 4,0/5 bei 2.029 Bewertungen |
*Bewertungsquellen, Stand: September 2026
DVDFab deckt den durchgehenden Windows- und macOS-Ablauf ab. MakeMKV passt zum Remux, HandBrake zur nachgelagerten Kompression. Freemake bleibt ein Konverter für bereits zugängliche Dateien und ersetzt keinen vollständigen Disc-Ripper.
Blu-ray rippen unter Windows und macOS
Für einen sauberen Ablauf benötigen Sie ein Blu-ray-Laufwerk, passende Firmware, freien Speicher und ein festgelegtes Ausgabeprofil. Die vier Schritte im Schnellstart gelten unabhängig davon, welches Werkzeug Sie anschließend einsetzen.
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Option A: DVDFab Blu-ray Ripper für einen durchgehenden Ablauf
DVDFab Blu-ray Ripper eignet sich, wenn Disc, ISO oder Blu-ray-Ordner unter Windows oder macOS in einem Arbeitsgang verarbeitet werden sollen. Für Linux oder einen rein kostenlosen Minimalprozess ist das Modul nicht gedacht.
Im Test vom Juli 2026 benötigte die H.265-Ausgabe auf Windows 10 mit 16 GB RAM, RTX 4060 Ti und Intel i7-6700 für die 33,43-GB-ISO „2012.iso“ 7:45 Minuten. Die fertige Datei war 3,74 GB groß. Dieser Wert gilt für genau diese Quelle, Hardware und Profileinstellung.
So verwenden Sie DVDFab Blu-ray Ripper
Starten Sie DVDFab, öffnen Sie das Modul „Ripper“ und laden Sie die Blu-ray-Disc, ISO-Datei oder den Ordner. Prüfen Sie nach dem Einlesen Haupttitel, Laufzeit und Kapitel.

Öffnen Sie „Anderes Profil wählen“. Für ein Archiv eignet sich MKV, für breite Gerätekompatibilität MP4. Legen Sie anschließend Codec, Tonspuren und Untertitel fest.

In den erweiterten Einstellungen können Sie Auflösung, Bildrate und Ton anpassen; der Editor bietet Zuschnitt, Seitenverhältnis und Untertiteloptionen.

Legen Sie den Zielordner fest und klicken Sie auf „Start“. Prüfen Sie die fertige Datei anschließend an Filmanfang, Kapitelwechsel und einer Stelle mit Untertiteln.

Option B: DVDFab HD Decrypter als kostenloser Einstieg
DVDFab HD Decrypter ist der kostenlose Basisumfang im DVDFab-Paket. Er unterstützt ausgewählte ältere DVD- und Blu-ray-Quellen, zwei Copy-Modi sowie eine begrenzte MKV- und MP4-Ausgabe.
Für gelegentliche Aufgaben mit unterstützten älteren Quellen reicht dieser Umfang oft aus. Aktuelle Disc-Varianten, GPU-Beschleunigung und der vollständige Profilumfang gehören zum Blu-ray Ripper.
Blu-ray mit HD Decrypter verarbeiten
Installieren Sie DVDFab, öffnen Sie „Ripper“ und laden Sie eine unterstützte Blu-ray-Disc, ISO-Datei oder einen Blu-ray-Ordner.
Wählen Sie Haupttitel, Tonspuren und Untertitel sowie eines der verfügbaren MKV- oder MP4-Profile. Legen Sie anschließend den Zielordner fest.
Starten Sie die Ausgabe und prüfen Sie die Datei im Player. Wenn eine Quelle im kostenlosen Umfang nicht unterstützt wird, benötigen Sie für diese Disc den vollständigen Blu-ray Ripper.
Im Copy-Modul erscheinen Disc-Ziele wie DVD5 oder DVD9. Für die hier beschriebene MKV- oder MP4-Ausgabe verwenden Sie dagegen den Ripper-Bereich.



Option C: MakeMKV für verlustfreien MKV-Remux
MakeMKV eignet sich für einen unveränderten Blu-ray-in-MKV-Remux mit Kapiteln, Tonspuren und Untertiteln. Die aktuelle Beta 1.18.4 übernimmt die vorhandenen Streams ohne neue Videokodierung; für kleinere Dateien oder MP4 folgt anschließend ein Encoding-Schritt.
MakeMKV ist kein Open-Source-Programm. Während der Beta-Phase lässt es sich mit einem zeitlich erneuerten Beta-Schlüssel nutzen; daneben gibt es eine kostenpflichtige Lizenz.
Der Remux passt besonders zu Archiv, Heimkino und Plex, wenn genügend Speicher vorhanden ist. Für Mobilgeräte oder knappen Speicher ist eine anschließende Kompression meist sinnvoller.
Blu-ray als MKV-Remux sichern
Starten Sie MakeMKV, wählen Sie das erkannte Blu-ray-Laufwerk und öffnen Sie die Disc.

Markieren Sie den Haupttitel sowie die gewünschten Ton- und Untertitelspuren. Kapitelinformationen bleiben im MKV-Container erhalten.

Wählen Sie den Zielordner und starten Sie „Make MKV“. Im Test mit der 33,43-GB-ISO „2012.iso“ dauerte der Remux 7:33 Minuten und ergab 34,7 GB.
Option D: HandBrake für kleinere Dateien
HandBrake ist für bereits zugängliche Blu-ray-Dateien, Ordner oder ungeschützte Discs gedacht. Die aktuelle Version 1.11.2 transcodiert in MP4, MKV oder WebM und bietet Geräteprofile, Warteschlange und Hardware-Encoder.

HandBrake übernimmt nicht den Disc-Import jeder Blu-ray-Quelle. Verwenden Sie deshalb eine Quelle, die das Programm direkt lesen kann, und wählen Sie danach Codec, Qualität und Zielgerät.
HandBrake passt zu kleineren Dateien, H.264- oder H.265-Profilen und konkreten Zielgeräten. Für einen unveränderten Remux ist MakeMKV näher am Ziel.
Zugängliche Blu-ray-Quelle mit HandBrake transcodieren
Öffnen Sie die zugängliche Disc, M2TS-Datei oder den Ordner in HandBrake und wählen Sie den Haupttitel.

Legen Sie im Reiter „Zusammenfassung“ MP4, MKV oder WebM fest. Wählen Sie danach ein Profil und kontrollieren Sie Auflösung, Tonspur und Untertitel.

Bestimmen Sie den Zielordner und starten Sie die Codierung über „Start Encode“. Im H.264-Test mit derselben 33,43-GB-Quelle dauerte die Ausgabe 26:40 Minuten und war 5,23 GB groß.

Option E: Freemake für M2TS und Ordner
Freemake Video Converter 6.0.1 ist ein Windows-Konverter für bereits zugängliche M2TS-Dateien und Blu-ray-Ordner. Er eignet sich für Formatwechsel und einfache Bearbeitung, ersetzt aber keinen vollständigen Disc-Import.
Der Einsatz passt zu vorhandenen Dateien, wenn Format, Zuschnitt oder Untertitel angepasst werden sollen. Für macOS oder einen direkten Disc-Import ist Freemake nicht die passende Wahl.
M2TS-Datei oder Blu-ray-Ordner mit Freemake konvertieren
Starten Sie Freemake und fügen Sie die bereits zugängliche M2TS-Datei oder den Blu-ray-Ordner als Videoquelle hinzu.

Wählen Sie das Ausgabeformat und passen Sie nur die für Ihr Zielgerät nötigen Werte an.
Legen Sie den Zielordner fest und starten Sie „Konvertieren“. Prüfen Sie die neue Datei anschließend im vorgesehenen Player.

Option F: Blu-ray Master Free Blu-ray Ripper
Blu-ray Master Free Blu-ray Ripper verarbeitet Blu-ray-Disc, Ordner und ISO und bietet viele Ausgabeprofile. Die kostenlose Version ist auf drei Blu-rays begrenzt und verzichtet unter anderem auf verlustfreie MKV/MPG-Ausgabe, hohe Auflösungen und GPU-Beschleunigung.
Für gelegentliche Konvertierungen reicht die Free-Version aus. Wer verlustfreie Ausgabe, 1080p oder höhere Auflösungen, GPU-Beschleunigung oder eine unbegrenzte Zahl von Discs benötigt, braucht die erweiterte Version.
Blu-ray Master in drei Schritten verwenden
Laden Sie eine Blu-ray-Disc, ISO-Datei oder einen Blu-ray-Ordner in Blu-ray Master Free Blu-ray Ripper.
Wählen Sie das Ausgabeprofil und die benötigten Ton- und Untertitelspuren. Beachten Sie, dass die Free-Version bei Auflösung und verlustfreier Ausgabe begrenzt ist.

Legen Sie den Zielordner fest und starten Sie „Alle rippen“. Die kostenlose Version ist auf drei Blu-rays begrenzt.
MKV, MP4 und Profile für Plex oder Mobilgeräte

MKV oder MP4 ist keine reine Qualitätsfrage. Ein Remux bewahrt die vorhandenen Streams, H.264 erreicht viele Geräte und H.265 spart Speicher auf kompatiblen Clients.
| Profil | Qualität und Größe | Zeit, Ton und Untertitel | Einsatz |
|---|---|---|---|
| MKV-Remux | Quelldaten erhalten; größte Datei | Schnell; mehrere Tonspuren und PGS | Archiv, Heimkino, Blu-ray für Plex |
| MP4 mit H.264 | Neu codiert; mittlere Datei | Mehr Zeit; AAC und passende Untertitel | Fernseher, Browser, Mobilgeräte |
| MKV oder MP4 mit H.265 | Neu codiert; kleinere Datei | Mehr Zeit; Client braucht HEVC | Moderne Plex-Clients, knapper Speicher |
Auf dem Windows-10-Testsystem mit i7-6700, RTX 4060 Ti und 16 GB RAM dauerte der MKV-Passthrough der 33,43-GB-ISO „2012.iso“ 7:04 Minuten und ergab 31,4 GB. Die H.265-Ausgabe benötigte 7:45 Minuten und schrumpfte auf 3,74 GB. Der Unterschied zeigt gut, was Sie zwischen Remux und Encoding tatsächlich tauschen: Speicherplatz gegen Rechenzeit.
Für Archiv und Heimkino wähle ich den MKV-Remux. H.264 ist die sichere Wahl für breite Kompatibilität; H.265 lohnt sich, wenn Ihre Geräte den Codec direkt abspielen und kleinere Dateien wichtiger sind.
Q
Warum erkennt die Software mein Blu-ray-Laufwerk nicht?
Prüfen Sie zuerst Stromversorgung und Kabel, dann die Laufwerksanzeige im Betriebssystem. Aktualisieren Sie anschließend Firmware und Software, kontrollieren Sie den Disc-Typ und stellen Sie sicher, dass das Laufwerk Blu-ray beziehungsweise bei UHD ein geeignetes UHD-Modell unterstützt.
A
Q
Reicht MakeMKV allein, oder brauche ich zusätzlich HandBrake?
MakeMKV reicht für einen MKV-Remux. HandBrake benötigen Sie erst für kleinere Dateien, MP4 oder ein bestimmtes Geräteprofil. Während der MakeMKV-Beta gilt ein zeitlich begrenzter Schlüssel; alternativ gibt es eine kostenpflichtige Lizenz.
A
Q
Gibt es DVDFab Blu-ray Ripper für Linux?
Nein. Die offizielle Desktop-Version wird für Windows und macOS angeboten; eine native Linux-Ausgabe ist nicht ausgewiesen. Für Linux passt ein Ablauf mit MakeMKV und HandBrake besser, sofern die Quelle zugänglich ist.
A
Q
Wie prüfe ich Bild, Ton und Untertitel nach dem Rippen?
Spielen Sie Filmanfang, einen Kapitelwechsel und den Abspann ab. Kontrollieren Sie die Synchronität von Bild und Ton, die gewünschte Tonspur, erzwungene Untertitel, Kapitelmarken und die erwartete Dateigröße.
A
Fazit: Blu-ray rippen nach Quelle und Ausgabeziel
Wählen Sie den Ablauf nach Quelle und Ausgabeziel: DVDFab für Disc, ISO und Ordner in einer Anwendung, MakeMKV für den MKV-Remux, HandBrake für kleinere Dateien und Freemake für bereits zugängliche M2TS- oder Ordnerquellen.
DVDFab bündelt Disc-Import, Profile und Stapelverarbeitung, MakeMKV erzeugt große MKV-Dateien ohne neue Videokodierung und HandBrake übernimmt die anschließende Kompression. Für Plex oder Heimkino ist MKV oft die einfachere Wahl; für Mobilgeräte und breite Kompatibilität passt MP4 meist besser.





