Blu-ray-Kopierschutz entfernen: 2 Wege, Formate und Rechtslage 2026
Zusammenfassung: Der Ratgeber trennt Rechtslage, Formatwahl und Software sauber voneinander. Er zeigt zwei Workflows für ISO beziehungsweise Ordner sowie MKV oder MP4, vergleicht aktive Programme nach ihrem Einsatzzweck und bietet eine kompakte Fehlerdiagnose für AACS-, Laufwerks-, GPU- und Tonspurprobleme.
Wer eine Blu-ray kopieren trotz Kopierschutz möchte, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Mit einer Blu-ray Copy Software lässt sich die vorhandene Disc-Struktur als ISO, Ordner oder neue Disc sichern. Ein Blu-ray Ripper extrahiert dagegen einzelne Titel und speichert sie beispielsweise als MKV oder MP4.
In dieser Anleitung zeige ich beide Methoden Schritt für Schritt. Sie erfahren, welches Format sich für ein vollständiges Backup, einen Mediaserver oder die Wiedergabe auf Smartphone und Fernseher eignet und welche Programme beim Blu-ray Kopierschutz entfernen beziehungsweise beim Verarbeiten zugänglicher Blu-ray-Quellen eingesetzt werden können.
Rechtlicher Hinweis: Die Zulässigkeit einer privaten Sicherung und der Umgang mit technischen Schutzmaßnahmen hängen vom jeweiligen Land ab. Nutzen Sie die beschriebenen Methoden nur für eigene beziehungsweise rechtmäßig erworbene Inhalte und im Rahmen der geltenden Vorschriften.

Wie kann man Blu-ray kopieren trotz Kopierschutz?
Für eine vollständige Disc mit Menüs, Kapiteln, Tonspuren und Extras wählen Sie eine ISO-Datei oder einen Blu-ray-Ordner. Möchten Sie nur den Hauptfilm speichern, ist ein MKV-Remux oder eine MP4-Konvertierung meist praktischer.
| Ziel | Passendes Format | Geeignet für | Weniger geeignet für |
|---|---|---|---|
| Disc möglichst vollständig sichern | ISO | Menüs, Kapitel, Extras und Disc-Struktur in einem Abbild | Kleine Dateien und direkte Wiedergabe auf jedem Gerät |
| Disc-Struktur als Dateien ablegen | Blu-ray-Ordner | Archivierung und Zugriff auf die Ordnerstruktur | Einzelne, kompakte Filmdateien |
| Einzelnen Titel ohne erneute Videokodierung übernehmen | MKV-Remux | Mehrere Tonspuren, Untertitel und flexible Mediaserver-Wiedergabe | Vollständige Menüs oder geringe Dateigröße |
| Dateigröße und Geräteprofil priorisieren | MP4 | Breite Wiedergabekompatibilität und kontrollierte Kompression | Erhalt der kompletten Disc-Struktur |
Aus meiner Sicht ist die Trennlinie klar: Copy passt zum Archiv mit Menüstruktur, Ripper zu einzelnen Titeln und Geräteprofilen. Kompression ist dabei kein verlustfreier Vorgang; das Ergebnis hängt von Quelle, Zielgröße und Einstellungen ab.
Blu-ray trotz Kopierschutz als ISO oder Ordner kopieren
Wenn Sie eine Blu-ray möglichst vollständig sichern möchten, ist DVDFab Blu-ray Copy die passende Methode. Das Programm verarbeitet Blu-ray-Discs, ISO-Dateien und Blu-ray-Ordner und kann das Ergebnis auf einen Rohling schreiben oder auf der Festplatte speichern.
- Windows 11/10/8.1/8/7 oder macOS 10.13 bis 15.x
- Ein Blu-ray-Laufwerk, das die eingelegte Disc lesen kann
- Die aktuelle Version von DVDFab Blu-ray Copy
- Ausreichend freier Speicher für ISO- oder Ordnerausgaben
Schritt 1: Copy-Modul öffnen und Blu-ray-Quelle laden
Installieren Sie DVDFab und starten Sie das Programm. Wählen Sie anschließend im oberen Bereich das Modul „Copy“. Legen Sie die Blu-ray in das Laufwerk ein. DVDFab analysiert die Disc automatisch. Alternativ können Sie über „Quelle hinzufügen“ eine vorhandene ISO-Datei oder einen Blu-ray-Ordner laden. Kontrollieren Sie nach der Analyse den erkannten Disc-Titel und die Laufzeit. Bei mehreren Filmfassungen oder Serien-Discs sollte die Auswahl besonders sorgfältig geprüft werden.
Kostenlos Downloaden Windows 11/10/8.1/8/7
Kostenlos Downloaden macOS 10.13 - 15.x

Schritt 2: Kopiermodus auswählen
DVDFab Blu-ray Copy bietet fünf Kopiermodi:
- Komplett: Übernimmt die gesamte Blu-ray mit Menüs, Extras, Tonspuren und Untertiteln.
- Hauptfilm: Sichert den ausgewählten Haupttitel ohne unnötiges Bonusmaterial.
- Anpassen: Ermöglicht die Auswahl bestimmter Titel, Kapitel, Audiospuren und Untertitel.
- Zusammenführen: Kombiniert Inhalte aus mehreren Blu-ray-Quellen.
- Klonen/Brennen: Erstellt eine möglichst unveränderte 1:1-Kopie ohne Komprimierung.

Schritt 3: Ausgabegröße und Inhalte anpassen
Öffnen Sie die erweiterten Einstellungen und wählen Sie die gewünschte Zielgröße. Eine BD-50 kann beispielsweise auf BD-25 angepasst werden. Dabei wird das Video jedoch neu kodiert. Eine solche Komprimierung ist daher nicht verlustfrei.
Prüfen Sie außerdem Titel, Tonspuren, Untertitel und Kapitel. Deaktivieren Sie nicht benötigte Inhalte, wenn Sie Speicherplatz sparen möchten.

Schritt 4: Disc, ISO oder Ordner als Ziel festlegen
Wählen Sie, ob das Ergebnis direkt auf einen Blu-ray-Rohling gebrannt oder als ISO-Datei gespeichert werden soll. Wer eine Blu-ray auf Festplatte kopieren möchte, sollte vorab freien Speicher und Dateisystem prüfen.

Schritt 6: Blu-ray-Kopiervorgang starten
Klicken Sie auf „Starten“. In der Task-Warteschlange können Sie den Fortschritt verfolgen, den Auftrag pausieren oder eine Aktion nach Abschluss auswählen.
Prüfen Sie das Ergebnis anschließend auf vollständige Wiedergabe, richtige Tonspuren, Untertitel und Kapitel. Eine ISO-Datei kann vor dem Brennen zunächst virtuell eingebunden oder mit einem kompatiblen Player getestet werden.

Blu-ray trotz Kopierschutz als MKV oder MP4 rippen
Wenn Sie nicht die komplette Blu-ray-Struktur benötigen, sondern nur den Hauptfilm oder einzelne Episoden speichern möchten, ist DVDFab Blu-ray Ripper die flexiblere Methode. Die Ausgabe kann beispielsweise als MKV für einen Mediaserver oder als kompakteres MP4 für Smartphone, Tablet und Fernseher erfolgen.
- Windows 11/10/8.1/8/7 oder macOS 10.13 bis 15.x
- Ein Blu-ray-Laufwerk
- Die aktuelle Version von DVDFab Blu-ray Ripper
- Ausreichend Speicher für Remux oder Neukodierung
Schritt 1: Ripper-Modul starten
Öffnen Sie DVDFab und wählen Sie das Modul „Ripper“. Legen Sie die Blu-ray in das Laufwerk ein oder laden Sie eine vorhandene ISO-Datei beziehungsweise einen Blu-ray-Ordner.

Schritt 2: Haupttitel kontrollieren
Nach der Analyse wählt das Programm in der Regel den vermuteten Hauptfilm aus. Kontrollieren Sie Laufzeit und Titelnummer, da Serien-Discs, Bonusmaterial oder unterschiedliche Filmfassungen mehrere ähnlich lange Titel enthalten können.
Schritt 3: MKV-, MP4- oder Geräteprofil auswählen
Öffnen Sie die Profilauswahl und bestimmen Sie das gewünschte Ausgabeformat.
- MKV Passthrough: Übernimmt die ausgewählten Video- und Audiospuren ohne erneute Videokodierung. Die Datei bleibt groß, bewahrt aber die vorhandenen Streams.
- MKV mit Neukodierung: Unterstützt mehrere Tonspuren und Untertitel, kann jedoch die Dateigröße reduzieren.
- MP4 mit H.264 oder H.265: Eignet sich für eine breite Gerätekompatibilität und kleinere Dateien.
- Geräteprofile: Bieten vorkonfigurierte Einstellungen für Smartphones, Tablets, Fernseher und andere Wiedergabegeräte.

Schritt 4: Tonspuren, Untertitel und Kapitel auswählen
Markieren Sie nur die Sprach- und Untertitelspuren, die Sie tatsächlich benötigen. Bei einem MKV können mehrere Spuren in einer Datei gespeichert werden. Für MP4 sollte geprüft werden, welche Audio- und Untertitelformate das Zielgerät unterstützt.
Schritt 5: Video- und Audioeinstellungen anpassen
Über die erweiterten Einstellungen können Sie abhängig vom Profil Codec, Auflösung, Bildrate, Bitrate, Audiocodec und Kanalzahl festlegen.
Für eine kleinere Datei ist eine Neukodierung erforderlich. Je stärker die Bitrate reduziert wird, desto größer kann der sichtbare Qualitätsverlust ausfallen. Für einen unveränderten Remux sollte ein Passthrough-Profil verwendet werden.
Schritt 6: Optionale Bearbeitung durchführen
Mit dem integrierten Editor können Sie den Film trimmen, Bildränder zuschneiden, externe Untertitel ergänzen oder einfache Anpassungen vornehmen. Für eine möglichst unveränderte Archivdatei sollten jedoch nur notwendige Änderungen durchgeführt werden.
Schritt 7: Ausgabe starten und kontrollieren
Wählen Sie den Zielordner und klicken Sie auf „Starten“. Prüfen Sie nach der Verarbeitung Bild, Ton, Untertitel, Synchronität und vollständige Laufzeit.

Software zum Blu-ray Kopieren trotz Kopierschutz (Freeware inkl.)
Neben DVDFab Blu-ray Copy und Blu-ray Ripper gibt es weitere Programme für Disc-Backups, MKV-Remux und Video-Konvertierung. Die folgenden Lösungen unterscheiden sich vor allem bei Ausgabeformaten, Kopiermodi, Pflegezustand und Unterstützung aktueller Blu-ray-Quellen.
1. DVDFab Blu-ray Copy
DVDFab Blu-ray Copy ist auf vollständige Disc-Sicherungen ausgerichtet. Je nach Modus werden Menüs, Kapitel, Tonspuren und Extras als neue Disc, ISO-Datei oder Blu-ray-Ordner übernommen. Für eine 1:1-Kopie wählen Sie „Klonen/Brennen“. Soll eine BD-50 auf BD-25 reduziert werden, ist eine Neukodierung erforderlich.
2. DVDFab Blu-ray Ripper
DVDFab Blu-ray Ripper eignet sich, wenn einzelne Titel in MKV, MP4 oder ein Geräteprofil konvertiert werden sollen. Passthrough-Profile übernehmen vorhandene Streams, während H.264- oder H.265-Profile kleinere Dateien für mobile Geräte und Mediaserver erzeugen.
- Disc-, ISO- und Ordnerquellen
- MKV Passthrough und komprimierte Videoformate
- Mehrere Audio-, Untertitel- und Geräteprofile
- Integrierte Bearbeitungsfunktionen
3. MakeMKV
MakeMKV ist eine bekannte Lösung für einen MKV-Remux. Es übernimmt ausgewählte Video-, Audio- und Untertitelspuren ohne erneute Videokodierung in eine MKV-Datei. Das Ergebnis bleibt groß, lässt sich aber schnell erstellen. Für MP4 ist anschließend eine Konvertierung mit HandBrake oder einem anderen Transcoder erforderlich.
- Windows, macOS und Linux
- MKV als reguläres Ausgabeformat
- Keine erneute Videokodierung beim Remux
- Erfolg kann von Disc, AACS-Version, Laufwerk und Firmware abhängen

4. Leawo Blu-ray Ripper
Leawo Blu-ray Ripper konvertiert einzelne Blu-ray-Titel in gängige Video- und Audioformate. Das Programm bietet Geräteprofile, grundlegende Bearbeitung und Einstellungen für Codec, Auflösung, Bitrate und Tonspuren. Es ersetzt jedoch keine vollständige ISO- oder Menü-Sicherung.

5. VideoByte BD-DVD Ripper
VideoByte BD-DVD Ripper richtet sich an Nutzer, die Hauptfilm oder einzelne Episoden für PC, Smartphone und Fernseher konvertieren möchten. Angeboten werden verschiedene Video-, Audio- und Geräteprofile. Die Unterstützung neuer Discs kann von Programmversion, Laufwerk und Disc abhängen.

6. Leawo Blu-ray Copy
Leawo Blu-ray Copy ist für Disc-orientierte Ausgaben gedacht. Es kann vollständige Blu-rays oder den Hauptfilm als Disc, ISO oder Ordner sichern und BD-50-Projekte auf BD-25 komprimieren. Die verfügbaren Kopiermodi und die Disc-Unterstützung sollten mit der aktuellen Version geprüft werden.

7. CloneBD
CloneBD konvertiert zugängliche Blu-ray-Titel in Video- und Audiodateien. Das Programm bietet Profile für verschiedene Geräte und Einstellungen zur Größenanpassung. Es ist keine Open-Source-Software und benötigt für geschützte Disc-Quellen gegebenenfalls einen separat funktionierenden Disc-Zugriff.

8. WinX Blu-ray Decrypter
WinX Blu-ray Decrypter wurde vor allem für M2TS-Backups und einfache Titelkopien eingesetzt. Da der aktuelle Entwicklungs- und Supportstatus nicht eindeutig ist, sollte das Programm nicht ohne vorherige Kompatibilitätsprüfung für neue Blu-rays eingeplant werden.

9. MovieRescuer
MovieRescuer taucht in älteren Vergleichen als Werkzeug für VOB- und M2TS-Backups auf. Eine belastbare aktuelle Produktpflege und offizielle Verfügbarkeit sind jedoch nicht klar erkennbar. Für neue Projekte sind aktiv gepflegte Alternativen sinnvoller.

10. AnyDVD HD
AnyDVD HD arbeitete im Hintergrund und stellte entschlüsselte Disc-Zugriffe für andere Programme bereit. RedFox und der offizielle Vertrieb gingen im Juni 2024 offline. Die Software kann daher nicht mehr regulär gekauft oder aus einer offiziellen aktuellen Quelle bezogen werden.

Vergleich: Software zum Blu-ray Kopieren trotz Kopierschutz

Die Tabelle ordnet aktive Lösungen nach dem tatsächlichen Ziel ein. Sie ersetzt keine Detailprüfung einzelner Disc-Ausgaben, zeigt aber sofort, ob Menüstruktur, Remux oder komprimierte Datei im Mittelpunkt steht. Stand Juli 2026.
| Software | Geeignet für | Ausgabe | Menüs und Extras | Neukodierung | Speicherbedarf | Betriebssystem | Kostenmodell | Wichtige Einschränkung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DVDFab Blu-ray Copy | Disc-Struktur und Archiv | Disc, ISO, Ordner | Je nach Modus vollständig | Nein beim Klon; ja bei Kompression | Hoch bis mittel | Windows, macOS | Testversion, Lizenz | Für einzelne kompakte Videodateien weniger passend |
| DVDFab Blu-ray Ripper | Einzeltitel und Geräteprofile | Unter anderem MKV, MP4 | Keine vollständige Disc-Struktur | Optional, profilabhängig | Hoch bis niedrig | Windows, macOS | Testversion, Lizenz | Nicht für ein komplettes Menüabbild gedacht |
| MakeMKV | MKV-Remux einzelner Titel | MKV | Keine vollständige Menüstruktur | Keine erneute Videokodierung beim Remux | Hoch | Windows, macOS, Linux | Beta- und Lizenzstatus beachten | Erfolg hängt von Laufwerk, Firmware, AACS-Version und Disc ab |
| HandBrake als nachgelagerter Transcoder | Kompression bereits zugänglicher Dateien | MP4 oder MKV | Nein | Ja für Video | Mittel bis niedrig | Desktop-Systeme | Kostenlos | Kein allgemeines Werkzeug zum Bearbeiten geschützter Blu-rays |
| Leawo Blu-ray Copy | Disc-orientierte Sicherungen | Disc, ISO, Ordner | Modusabhängig | Bei Kompression | Hoch bis mittel | Desktop-App | Kaufsoftware | Funktionen und Disc-Unterstützung sind versionsabhängig |
| Leawo Blu-ray Ripper | Einzeltitel und Konvertierung | Unter anderem MKV, MP4 | Keine vollständige Menüstruktur | Profilabhängig | Mittel bis niedrig | Desktop-App | Kaufsoftware | Kein vollständiges Disc-Abbild |
| VideoByte BD-DVD Ripper | Einzeltitel und Geräteprofile | Unter anderem MKV, MP4 | Keine vollständige Menüstruktur | Profilabhängig | Mittel bis niedrig | Windows, macOS | Testversion, Lizenz | Keine belastbare Zusage für jede neue Disc |
| CloneBD | Konvertierung zugänglicher Blu-ray-Titel | Video- und Audiodateien | Keine vollständige Menüstruktur | Ja | Mittel bis niedrig | Desktop-App | Testversion, Lizenz | Disc-Zugriff und Konvertierung sind getrennt zu bewerten |
Der praktische Unterschied ist wichtiger als die Länge der Funktionsliste: Archivieren Sie eine komplette Disc, wählen Sie Copy. Brauchen Sie einen einzelnen Titel im Mediaserver, ist ein Remux sinnvoll. Soll die Datei kleiner werden, folgt ein Transcode.
Probleme beim Blu-ray-Kopieren gezielt lösen

Fehler lassen sich schneller eingrenzen, wenn Quelle, Laufwerk, Software und Ausgabeprofil getrennt geprüft werden. Ändern Sie nicht gleichzeitig Disc-Zugriff, Codec und GPU-Einstellung; sonst bleibt unklar, welcher Schritt das Problem verursacht.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Sichere Prüfung | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|
| Neue Disc scheitert, ältere funktionieren | Softwarestand oder AACS-Unterstützung passt nicht zur Disc | Software aktualisieren und dieselbe Disc erneut analysieren | Supportprotokoll erstellen; keine pauschale Erfolgszusage annehmen |
| Laufwerk wird nicht erkannt | Verbindung, Treiber oder Laufwerkskompatibilität | Disc im Betriebssystem und mit einer bekannten lesbaren Disc prüfen | Kabel, Anschluss und Treiber einzeln testen |
| Firmware- oder Revocation-Problem | Laufwerksfirmware und Disc-Anforderung passen nicht zusammen | Modell und Firmwarestand dokumentieren | Nur offizielle, zum Modell passende Aktualisierungen verwenden |
| Lesefehler an einer Stelle | Disc-Oberfläche oder Lesefähigkeit des Laufwerks | Disc reinigen und in einem zweiten kompatiblen Laufwerk prüfen | Quelle und Laufwerk getrennt bewerten |
| GPU-Konvertierung fällt auf 0 FPS | Hardwarebeschleunigung, Treiber oder Profilkonflikt | Kurzen Test ohne GPU-Beschleunigung ausführen | Treiber und Profil nacheinander ändern |
| Tonspur oder Untertitel fehlt | Falsche Titel-, Audio- oder Untertitelauswahl | Quellliste und Ausgabeprofil vor dem Start vergleichen | Benötigte Spur explizit markieren und neu ausgeben |
Neue Blu-ray oder AACS-Fehler
Wenn eine neue Disc scheitert, obwohl ältere gelesen werden, aktualisieren Sie zuerst die Anwendung. Prüfen Sie danach die Disc-Oberfläche und dokumentieren Sie Laufwerksmodell sowie Firmware. Ein AACS Entschlüsselungstool muss mit der konkreten Disc- und Laufwerkskombination funktionieren.
Laufwerk, Firmware und Lesefehler prüfen
Prüfen Sie, ob das Betriebssystem die Disc erkennt, ob eine bekannte Blu-ray lesbar ist und ob der Fehler an derselben Stelle wiederkehrt. Beim Sichern einer Blu-ray auf Festplatte sollte das Zielmedium außerdem genügend freien Speicher und ein geeignetes Dateisystem bieten.
GPU-Stillstand und fehlende Tonspuren beheben
Bei 0 FPS wechseln Sie testweise von Hardware- auf Softwareverarbeitung, ohne gleichzeitig das Ausgabeprofil zu ändern. Fehlt Ton, vergleichen Sie Quellspur, Sprache, Codec und Passthrough-Einstellung.
Tipp zur Fehlerdiagnose: Prüfen Sie zuerst Software, Disc und Laufwerk getrennt. Ändern Sie Codec oder GPU-Einstellung erst danach, damit die tatsächliche Fehlerursache erkennbar bleibt.
Was Blu-ray-Kopierschutz technisch bedeutet
AACS
AACS verwaltet die Schlüssel zwischen Blu-ray-Disc und zugelassenem Abspielgerät. Neue Veröffentlichungen können aktualisierte Schlüssel und Sperrlisten verwenden, weshalb die Software regelmäßig aktualisiert werden muss.
BD+
BD+ ergänzt AACS um zusätzliche Prüf- und Korrekturmechanismen. Die auf der Disc gespeicherten Anweisungen werden während der Wiedergabe ausgeführt und können je nach Veröffentlichung unterschiedlich aufgebaut sein.
BD-J
BD-J basiert auf Java und wird hauptsächlich für Menüs, Bonusfunktionen und interaktive Inhalte eingesetzt. Probleme mit BD-J betreffen daher häufig Menüs oder Navigation und nicht zwingend die eigentlichen Video- und Audiodaten.
Cinavia
Cinavia ist ein Audiowasserzeichen und nicht dasselbe wie AACS oder BD+. Bei DVDFab erfolgt die Verarbeitung über ein separat erhältliches Zusatzmodul. Ein Wechsel von ISO zu MKV entfernt eine Cinavia-Meldung nicht automatisch.
Prüfen Sie Disc-Zugriff, Videoausgabe und Audiowiedergabe getrennt, da eine erfolgreiche Bildausgabe nicht automatisch bedeutet, dass auch eine Cinavia-Meldung behoben wurde.
Häufige Fragen zum Blu-ray Kopieren trotz Kopierschutz
Darf ich eine gekaufte Blu-ray in Deutschland privat kopieren?
Eine Privatkopie kann grundsätzlich zulässig sein. Wirksame technische Schutzmaßnahmen dürfen jedoch nicht ohne Erlaubnis umgangen werden. Der Kauf allein reicht dafür nicht aus; beschränken Sie Sicherungen auf rechtmäßig erworbene Inhalte und persönliche, nicht kommerzielle Zwecke.
Warum funktioniert eine neue Blu-ray nicht, obwohl ältere Discs gelesen werden?
Häufig passen Softwarestand, AACS-Unterstützung, Laufwerksfirmware oder Disc-Zustand nicht zusammen. Ich würde zuerst die Anwendung aktualisieren, dann die Disc prüfen und anschließend Laufwerk sowie Firmware dokumentieren. Erst danach sollten Ausgabeprofil oder GPU-Einstellungen geändert werden.
Reicht MakeMKV allein für eine MP4-Datei aus?
Nein. MakeMKV gibt regulär MKV aus und eignet sich für einen Remux. Soll daraus eine kleinere MP4-Datei werden, kann HandBrake die bereits zugängliche MKV-Datei anschließend transkodieren. HandBrake ersetzt dabei nicht den Disc-Zugriff.
Wie viel Speicher braucht ein Blu-ray-Backup auf Festplatte?
Eine feste Universalgröße gibt es nicht. ISO und vollständige Ordner orientieren sich am Disc-Inhalt, ein MKV-Remux spart vor allem nicht ausgewählte Titel und Spuren, und ein MP4 kann durch Neukodierung kleiner werden. Entscheidend sind Disc-Größe, Titelauswahl, Tonspuren und Kompressionsgrad.
Fazit: Kopie, Format und Grenzen abwägen
Wenn Sie eine Blu-ray vollständig mit Menüs, Kapiteln, Tonspuren und Extras sichern möchten, verwenden Sie eine Blu-ray Copy Software und speichern das Ergebnis als Disc, ISO oder Blu-ray-Ordner. DVDFab Blu-ray Copy bietet dafür verschiedene Kopiermodi und ermöglicht sowohl vollständige als auch individuell angepasste Backups.
Benötigen Sie dagegen nur den Hauptfilm für Smartphone, Fernseher, NAS oder Plex, ist ein Blu-ray Ripper besser geeignet. Ein MKV Passthrough erhält die ausgewählten Video- und Audiospuren ohne erneute Videokodierung, während MP4 durch eine Neukodierung kleinere und kompatiblere Dateien ermöglicht.
Beim Blu-ray Kopierschutz entfernen und anschließenden Sichern entscheidet daher vor allem das gewünschte Ergebnis: Copy für die vollständige Disc-Struktur, Ripper für einzelne Titel und flexible Videoformate.





